Vertriebspräsentation erstellen: 3 einfache Tipps für Deine Präsentation

verfasst von zvoove, 17.03.2021
keyboard_arrow_left Zurück zur Übersicht Mit 3 simplen Tricks überzeugt Deine Vertriebspräsentation auf Anhieb

Lieber weniger als mehr

Weniger ist mehr – das gilt für Websites, Präsentationen oder Broschüren. Ein Grundsatz, der schwer zu befolgen ist. Spielereien wie 3-D-Grafiken oder einfliegende Schrift in Power-Point scheinen der Präsentation Pep zu verleihen. Dazu ein farbiger Hintergrund und ein schickes Bild als Eye-Catcher. Schon Kleinigkeiten können darüber entscheiden, ob eine Präsentation ansprechend ist. Erweckt sie vertrauen? Ist sie gut lesbar? Und vor allem: Lenkt sie die Aufmerksamkeit auf wichtige Elemente? Viel schöner Schnickschnack kann ablenken und die Message in den Hintergrund drängen. Ein einfaches Beispiel: das Motto „Sex sells“. Studien haben gezeigt, dass entsprechende Anzeigen zwar besser erinnert werden. Der Markenname gerät allerdings in den Hintergrund. Dieser „Vampir-Effekt“ kann auch bei Werbung mit Humor oder Promi-Testimonials eintreffen. Statt sich auf das Wesentliche zu fokussieren, zieht der Eye-Catcher die volle Aufmerksamkeit. Mut zur Einfachheit kann sich auszahlen.

1. Emotion und Argumente verbinden

Die Balance ist schwierig: Eine gute Präsentation soll Aufmerksamkeit erwecken und interessant sein. Gleichzeitig sollte sie nicht vom Wesentlichen ablenken. Vertriebler haben 2 Möglichkeiten:

1. Affektive Einstellungsbildung: Sie können an die Emotionen ihrer Zuhörer:innen appellieren (z. B. mit einem Foto glücklicher Kunden oder einem Promi-Testimonial). Nach dem Modell der Elaborationswahrscheinlichkeit (Spektrum: Elaboration Likelihood Model) gehen sie damit die periphere Route der Persuasion. Sprich: Sie überzeugen ihr Publikum mit oberflächlichen Merkmalen. Anstatt auf den Inhalt, achten die Zuhöhrer auf Oberflächliches wie die Attraktivität des Vertrieblers oder die Dauer der Präsentation. Positive Einstellungsänderungen über diese Route sind meist nicht von Dauer.

2. Kognitive Einstellungsbildung: Damit Personen eine dauerhaft positive Einstellung bilden, brauchen wir zusätzlich starke Argumente. Über diese zentrale Route der Persuasion bilden Zuhörer stabile Einstellungen.

Das Problem: Personen müssen erst offen sein für die Argumentation. Sie müssen motiviert werden. Sind sie abgelenkt oder uninteressiert, ziehen selbst starke Argumente nicht. Ein 1. Schritt der Präsentation besteht darin, persönliche Relevanz zu vermitteln – dies funktioniert u. a. durch emotionale Apelle (Assoziation von Emotion und Produkt/Dienstleistung). In einem nächsten Schritt können starke Argumente fruchten.

Für Interessierte: Umfangreiche Studien zum Thema persuasive Kommunikation bietet der „Yale attitude change approach“.

2. Vertrauen schaffen

Eine schlicht gestaltete Präsentation mit unaufdringlichen Farben kann Vertrauen erwecken. Ein paar einfache Dinge gibt es zu beachten:

  • Konsistenz: Ein konsistentes Vorgehen schafft Vertrauen und erleichtert die Lesbarkeit. Dazu gehört z. B. eine Schriftart in einheitlicher Größe für Fließtext und Überschriften. Farben sollten konsistent genutzt werden. In Grafiken können z. B. immer dieselben Farben für dieselben Gruppen verwendet werden. (Ein kleiner Tipp für die Barrierefreiheit: Rot-Grün-Kontraste sind nicht geeignet für Menschen mit Rot-Grün-Sehschwäche. Davon sind rund 9 % der Männer und 1 % der Frauen betroffen).

  • Firmenadresse: Adresse und Bilder der Firma anzugeben, schafft Vertrauen und wirkt seriös.

  • Ausgewogenes Layout: Ein ausbalanciertes Layout mit Konsistenz (s. o.) erleichtert die Wahrnehmung und wirkt vertrauenserweckend. Zu viele Bilder, Grafiken, Tabellen und Textblöcke überlasten die Sinne. Lieber wenige zentrale Elemente integrieren. Wichtig: Raum zwischen den Elementen und weiße Stellen bieten der Wahrnehmung „Platz zum Ausruhen“.

Layout und Schrift: clean, einfach und ästhetisch

Geschmack ist subjektiv. Eine Präsentation rein nach eigenen Vorlieben zu gestalten, kann suboptimal sein.

  1. Schrift: Vielleicht gefällt Dir eine kursive Schrift besonders gut, weil sie so schön persönlich wirkt. Oder Du magst Schriften mit Serifen. Das Problem: Beides ist nicht optimal lesbar. Am besten eignen sich vertraute Schriften mit wenig Schnörkelei. AUCH DAS HERVORHEBEN IN GROßBUCHSTABEN BRINGT WENIG. Es erschwert lediglich die Lesbarkeit.

  2. Abstände: Regelmäßige Abstände zwischen Buchstaben teilen den Text in sinnvolle Ideeneinheiten. Dafür eignen sich am besten Flattersatz oder Blocksatz mit Silbentrennung.

  3. Schrift-Hintergrund Kontrast: Es kann edel aussehen: ein schwarzer Hintergrund mit weißem Text. Allerdings ist die Lesbarkeit deutlich eingeschränkt. Vertrauter und leichter wahrzunehmen ist dunkle Schrift auf hellem Hintergrund.

  4. Einfache Diagramme: Diagramme sind am besten erkennbar mit Hell-Dunkel-Kontrasten (z. B. unterschiedlich grau schattierte Balken). Alternativ lassen sich wenige und einheitliche Farbkontraste nutzen. 3D-Effekte eignen sich eher nicht, da sie kleine Unterschiede zwischen Balken verwischen können.

  5. Tabellen: Tabellen eignen sich vor allem, um viele Zahlen darzustellen, die den Text überladen würden. Wichtig: Sie sollten für sich stehen. Das heißt: Tabelle und Tabellenbeschreibung beinhalten alle relevanten Informationen für das Verständnis.

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Fazit

Beim Design von Präsentationen, Broschüren oder Websites heißt es oft: Weniger ist mehr. Vertraute Schrift auf hellem Hintergrund (guter Kontrast), einfache Diagramme ohne 3D-Effekte und weitere Kleinigkeiten können eine Präsentation deutlich leserlicher und ansprechender gestalten. In puncto Argumentation zählen starke Argumente. Allerdings erst, nachdem die persönliche Relevanz von Inhalten aufgezeigt wurde (z. B. mithilfe emotionaler Apelle). Ein ausgewogenes Layout mit konsistenten Elementen kann die Wahrnehmung unterstützen und Vertrauen schaffen. Statt zu viele Eye-Catcher und Designelemente kann Einfachheit oft mehr überzeugen.

Quelle Foto: © pressmaster / Adobe Stock

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