Stellenanzeigen-Muster: Beispiele & Tipps für mehr Bewerbungen

verfasst von zvoove, 18.03.2021
keyboard_arrow_left Zurück zur Übersicht Stellenanzeigen zielgruppengerecht erstellen: So wirds gemacht

Stellenanzeigen als Einstieg in die Jobsuche

Wenn es um die Jobsuche geht, sind Stellenanzeigen die unangefochtene Nummer 1: Im Juli 2020 fragte statista 434 Proband:innen „Wo suchst Du oder hast Du üblicherweise nach Jobs gesucht?

Darauf antworteten 47,5% „Auf digitalen Portalen wie StepStone, Indeed etc.“ — somit ist bei fast der Hälfte aller Kandidaten die Stellenanzeige der erste Touchpoint mit Unternehmen.

Mit 30,2% landete die Empfehlung über Bekannte auf dem 2. Platz.

Platz 3 belegt die Arbeitsagentur mit 27,4%.

Wir halten fest: Die Stellenanzeige ist und bleibt ein erfolgsentscheidendes Element im Recruiting-Prozess. Sie gilt als Visitenkarte des Unternehmens und sollte daher immer aussagekräftig, ansprechend und überzeugend sein. Trotzdem geistern viele Worthülsen und undurchsichtige Anzeigen durchs Netz. Damit Du Kandidaten künftig auf Anhieb überzeugst, haben wir in diesem Beitrag Tipps, Tricks & ein Stellenanzeigen-Muster zusammengestellt.

Kandidaten wünschen sich Gehaltsangaben in Stellenanzeigen

Dem „Spiegel“-Magazin liegt nach eigenen Angaben eine Studie vor, deren Inhalt aus der Meinungen von 6.720 Menschen besteht, die gerade mitten in einem Bewerbungsprozess stecken. Ihnen wurden jeweils 2 Stellenanzeigen-Muster vorgelegt, die sich nur in einem Detail unterschieden: Einmal wurde das Gehalt genannt und einmal nicht. Fast 75% der Probanden entschieden sich für die Anzeige mit Gehaltsangabe. Auch wenn es in Deutschland noch nicht Usus ist – leiste Pionierarbeit und beziffere das Jahreseinkommen der ausgeschriebenen Stelle. Erstens stichst Du damit als positives Beispiel hervor, zweitens sorgst Du so für eine Kommunikation auf Augenhöhe und steigerst die Chancen darauf, dass sich Top-Kandidaten bewerben.

Arbeitgeberbewertungen in Stellenanzeigen

In derselben Studie verhielt es sich ganz ähnlich mit Bewertungsportalen: Waren z.B. kununu-Bewertungen in die Jobausschreibungen integriert, so wurde das entsprechende Stellenanzeigen-Muster von über 80% der Befragten angeklickt. Spannende Zusatzerkenntnis: Firmen mit einer mittelmäßig guten Bewertung sind von Kandidaten als besonders verlässlich eingeschätzt worden. Zu gute Bewertungen haben laut Probanden den „Charme von Manipulation“ heißt es in dem Studienbericht. Mut zur Lücke und ein authentischer Eindruck zahlen sich also aus.

Stellenanzeigen und das AGG

Egal welcher Art Deine Stellenanzeige ist – verspielt, konservativ oder pompös – oberstes Gebot hat immer das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Diese auch als „Antidiskriminierungsgesetz“ bekannte Bestimmung bildet das juristische Rückgrat jeder Jobanzeige. Das AGG sichert die Gleichberechtigung aller Arbeitnehmer, wird diese missachtet, drohen massive Sanktionen. Achte bei der Erstellung Deiner Jobanzeigen deshalb immer auf die richtige Wortwahl. Es ist z.B. verboten, explizit nach „jungen Angestellten“ zu suchen, da eine Ungleichbehandlung aufgrund des Alters bereits als diskriminierend gilt.

Inhalt einer Muster-Stellenanzeige

  • Jobtitel: Nutze unbedingt einen selbsterklärenden Titel. Zum Beispiel „Javascript Frontend Developer“ statt „J2EE“. Beschränke Dich auf max. 80 Zeichen und nenne den Standort NICHT im Stellentitel.
  • Beschäftigungsort: Ergänze diesen Punkt, sofern zutreffend, um die Homeoffice-Option.
  • **Eintrittsdatum: **[selbsterklärend]
  • Beschäftigungsart: Vollzeit/Teilzeit/befristet etc.
  • Arbeitszeit: z.B. 35-40 Stunden die Woche
  • Gehalt: Wie oben erwähnt, steigert eine Gehaltsangabe die Attraktivität von Stellenanzeigen. Nimm diesen Punkt also gerne mit auf.
  • Imagetext/Arbeitgebervorstellung: Sei hier unbedingt authentisch und vermeide sowohl Über- als auch Untertreibungen.
  • Stellenbeschreibung (Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortung): Liste die Aufgaben auch übersichtlich auf (Bulletpoints) und schaffe einen direkt Bezug zur Arbeitsrealität („realsitic job preview“).
  • Anforderungsprofil: Dieser Part ist für Bewerber:innen besonders wichtig. Liste die Anforderungen überschaubar auf (Bulletpoints) und trenne ganz klar, welche Skills zwingend vorhanden sein müssen und welche wünschenswert sind.
  • Benefits: Führe auf, warum sich die Arbeit bei Dir im Unternehmen lohnt. Vermeide dabei Floskeln wie „wir bieten flache Hierarchien“ oder eine „Kultur der offenen Türen“. Nenne stattdessen Dinge wie Fortbildungen, Mitarbeiterevents, Betriebssport etc.
  • Ansprechpartner: Führe – idealerweise mit Bild – auf, an wen die Bewerbung gerichtet werden soll und nenne Kontaktdaten für eventuelle Rückfragen.

Fazit

AGG, Gehaltsangabe, Bulletpoints: Stellenanzeigen sind ein bunter Mix aus Must – und Nice to haves. Wenn Du alle Basics beachtest und der Anzeige zusätzlich den individuellen Charakter Deines Unternehmens/des Jobs einhauchst, bist Du auf der sicheren Seite. Orientiere Dich beim Aufbau an unserem Stellenanzeigen-Muster – die Struktur wird auch von Google for Jobs positiv bewertet und entsprechend attraktiv in den Suchergebnissen des Internetgiganten ausgespielt. Welche Bedeutung die Suchmaschinenoptimierung für Deine Jobs hat, beschreiben wir in diesem Beitrag.

Quelle Foto: © hakinmhan / Adobe Stock

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