Arbeitgeberbewertungen bei Google & Co.: So funktioniert es

verfasst von zvoove, 20.05.2020
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84 % lassen sich durch Arbeitgeberbewertungen beeinflussen

Jeder Dritte Kandidat liest Arbeitgeberbewertungen (Bitkom). Immer mehr User nutzen kununu, glassdoor und Co. (+ 7 % seit 2015). Darunter vor allem junge Berufstätige. Über die Hälfte von ihnen hat schon einmal eine Bewertung gelesen. 84 % der wechselwilligen Kandidaten basieren ihre Entscheidung auf Arbeitgeberbewertungen. **46 % **haben sich **positiv **von den Ratings beeinflussen lassen. Auch für Mitarbeiter spielen Arbeitgeberbewertungsportale eine Rolle. Jeder Vierte bewertet seinen Arbeitgeber online. Die Bewertungen schaffen Transparenz für Bewerber und Mitarbeiter. Sie erhöhen die Credibility und können zur Stärkung der Employer Brand beitragen.

 

Welche Portale nutzen Bewerber? 

Oft sind Arbeitgeber in mehreren Portalen präsent. Zu den bekanntesten in Deutschland zählen:

  • kununu: Das Portal bietet verschiedene Kriterien für die Arbeitgeberbewertung (z. B. Arbeitsatmosphäre, Image). Neu dabei ist der Kulturkompass: User bewerten, ob die Firmenkultur eher traditionell oder modern ist.

 
Arbeitgeberbewertungen bei Google & Co.: So funktioniert es

Quelle: kununu

In der Rubrik „Gehalt“ macht kununu Angaben zur durchschnittlichen Entlohnung im Branchenvergleich. Kleine Info am Rande: kununu und das Business Netzwerk XING gehören zusammen, daher sind kununu-Bewertungen auch auf Ihrem Unternehmensprofil bei XING sichtbar.

  • glassdoor: Kandidaten bewerten Vorstellungsgespräche, Gehalt und Zusatzleistungen mittels 5-Punkte-System. Ein interessantes Feature ist die Vergleichsoption. Bewerber können ein Unternehmen über den Button „Vergleich aufstellen“ mit ähnlichen Arbeitgebern vergleichen
  • indeed: Vielen ist indeed vor allem als Job-Portal bekannt. Die Jobbörse bietet aber auch Unternehmensbewertungen zur Work-Life-Balance, Vergütung und Co. Für Vorstellungsgespräche gibt es eine eigene Rubrik. In der Kategorie „Fragen“ können Interessenten Fragen zum Arbeitgeber stellen.

Diese Anbieter greift Google z. B. heraus, um Gesamtbewertungen anzuzeigen. Das schafft Transparenz für Nutzer, die nicht alle Portale separat ansteuern müssen. 

Arbeitgeberbewertungen bei Google 

Das Ganze funktioniert so: Der Bewerber gibt ein **Stichwort **in die Google-Suchmaske ein (z. B. Arbeitgeber prosoft). Google zeigt dann in den Ergebnissen die Arbeitgeberbewertungen an. 

 
Arbeitgeberbewertungen bei Google & Co.: So funktioniert es

 

Auch** Google for Jobs** nutzt die Bewertungen. Geben Kandidaten z. B. das Keyword „Jobs Commercial Manager“ in die Suchmaske ein, erscheint eine Stellenliste. Wählen sie eine Stelle aus, öffnet sich die Detailansicht. Die Arbeitgeberbewertungen sind direkt ersichtlich. 

Um überhaupt mit ihren Stellen bei Google for Jobs aufzutauchen, müssen Arbeitgeber ihre Website vorbereiten. Erst wenn sie ihre Stellenausschreibungen mit strukturierten Daten auszeichnen, kann der Google-Bot sie als Job-Posting richtig auslesen. Das hat zwei entscheidende Vorteile:

  • Mit nur einer Googlesuche erhalten Bewerber wichtige Informationen zur Stelle bzw. zum Arbeitgeber.
  • Dank strukturierter Daten erhalten Arbeitgeber eine Platzierung in der erweiterten Google-Jobsuche.

Mehr zum Thema „Google for Jobs“ gibt es in unserem Webinar:

 

Die XING-kununu Kooperation nutzen 

Branchenprimus kununu ist für viele Arbeitgeber das wichtigste Bewertungsportal. Seit 2011 kooperiert XING mit der kununu GmbH. Für XING-Mitglieder bedeutet das: Sie können Arbeitgeberbewertungen von kununu in XING Firmenprofilen einsehen. Für Fach- und Führungskräfte gehört das Business-Netzwerk zu den Top 3 Kanälen (Social Media Personalmarketing Studie). Arbeitgeber nutzen das Portal vor allem für das Active Sourcing. Für Bewerber bietet XING einen Stellenmarkt und ein Job-Matching (Mit XING zum Traumjob: Wie gut ist das Job-Matching des Karrierenetzwerks?). Sie können über die Plattform nach Stellen suchen und Arbeitgeberprofile recherchieren. Die Bewertung fällt dabei direkt ins Auge.

 
Arbeitgeberbewertungen bei Google & Co.: So funktioniert es

Quelle: kununu

Ein Vorteil für Unternehmen: Sie müssen nicht alle Daten doppelt einpflegen. Laut XING können im kununu-Profil hochgeladene Bilder und Informationen automatisch in das XING-Unternehmensprofil gezogen werden. Ein gut gepflegtes Profil ist nicht nur über die XING-Suche auffindbar, sondern auch über Google. Beim Rollout von Google for Jobs in Deutschland war XING Launch-Partner. Die Stellenanzeigen im Karrierenetzwerk erfüllen nach Angaben von XING die technischen Voraussetzungen, um von der Google Jobsuche gefunden zu werden.

 

Recruiting mit strukturierten Daten 

In puncto Arbeitgeberbewertungen bei Google & Co. sind strukturierte Daten entscheidend. Einfluss auf diese haben Unternehmen nur indirekt – über **gepflegte Profile **auf den Bewertungsplattformen. Zwar ist der Einfluss auf die Google Suchergebnisse begrenzt. Dennoch haben sie viele Möglichkeiten, ihr Recruiting über SEO-Maßnahmen voranzutreiben. Sprich: Unternehmen können ihre Sichtbarkeit im Netz deutlich optimieren – und wir zeigen, wie es geht: SEO für Recruiter.

 

Fazit

Arbeitgeberbewertungen schaffen Transparenz für Bewerber und Mitarbeiter. Ein Großteil der Bewerber orientiert sich mittlerweile an solchen Bewertungen. Für Unternehmen ist das eine Chance, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Google bietet ein besonders praktisches Feature: das Gesamtrating. Die Bewertungen der wichtigsten Portale (kununu, indeed etc.) werden integriert und in der Stelle angezeigt.

Quelle Foto: ©  vegefox.com / Adobe Stock

 

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