Home Office Pflicht endet: Viele Unternehmen setzen auf Hybridmodelle

verfasst von zvoove, 20.07.2021
keyboard_arrow_left Zurück zur Übersicht Ende der Home Office Pflicht: Wie sieht das Arbeiten der Zukunft aus?

Aufhebung der Home Office Pflicht

Die niedrigen Corona-Infektionszahlen lassen eine neue Normalität einkehren. Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 5 (Stand: 02.07.2021) fällt die Begründung für einige Infektionsmaßnahmen weg. Die Home Office Pflicht endete zum 30. Juni: Unternehmen sind nicht mehr dazu verpflichtet, ihren Mitarbeitern das Arbeiten von Zuhause anzubieten. Bis dato war diese Pflicht im Infektionsschutzgesetz verankert. Die Corona Arbeitsschutzverordnung der Bundesregierung wurde Ende Juni in einer neuen Fassung veröffentlicht – ohne Home Office Regelung.

Ursprünglich wurde die Home Office Pflicht eingeführt, um Infektionen am Arbeitsplatz zu verhindern. Auch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch Pendler ließ sich durch die Arbeit im Home Office reduzieren. Durch den Wegfall der Home Office Pflicht kehren mehr Mitarbeiter zum Präsenzbetrieb zurück. Dadurch ergeben sich zwangsläufig mehr Kontakte am Arbeitsplatz und ggf. im ÖPNV. Angesichts der niedrigen Infektionszahlen und der steigenden Impfquote scheint dies vertretbar.

Was beinhaltet die neue Fassung der Corona-Arbeitsschutzverordnung?

Die Corona-ArbSchV wird bis zum 10. September 2021 verlängert. Arbeitgeber müssen ihren Präsenzmitarbeitern auch in Zukunft mindestens 2 Mal pro Woche ein Testangebot machen. Nachweise sind bis zum 10. September aufzubewahren. Ausgenommen von der Angebotspflicht sind genesene und zweifach geimpfte Personen. Kontakte im Betrieb sind weiterhin zu reduzieren, z. B. indem Räumlichkeiten nur von wenigen Personen genutzt werden. Arbeitgeber müssen künftig allerdings keine Mindestfläche von 10 m² pro Person mehr wahren.

Neuer Fahrplan für Unternehmen: Hybridmodell statt Präsenzbetrieb bringt viele Vorteile

Unternehmen kehren mit dem Ende der Home Office Pflicht nicht einfach zum Präsenzbetrieb zurück. Viele bieten ihren Mitarbeitern weiterhin die Möglichkeit, zumindest zeitweise von zuhause aus zu arbeiten. Einen Teil der Arbeitszeit verbringen Mitarbeiter im Betrieb unter Einhaltung der Hygieneregeln und der Corona-ArbSchV. Dieses Hybridmodell vereint Home Office und Präsenzbetrieb. Der Beschäftigungsschutz ist trotz Lockerung in puncto Home Office ein wichtiges Anliegen für Unternehmen und Politik.

Eine Beibehaltung der Home Office Möglichkeit im Hybridmodell hat Vorteile: Die Präsenzarbeit bietet Raum für Sozialkontakte, die in der digitalen Form fehlen. Die räumliche Trennung zwischen Zuhause und Arbeitsplatz erleichtert es, die Arbeit nach Feierabend gedanklich hinter sich zu lassen. Kontakte lassen sich gleichzeitig durch die reduzierte vor-Ort Belegschaft verringern und Räume sind weniger belegt. Das Hybridmodell bietet Mitarbeitern Autonomie, indem sie mitbestimmen können, ob sie aus Sicherheits- oder Flexibilitätsgründen Home Office Tage nehmen möchten.

Arbeitgeber bleiben angesichts der Unwägbarkeiten der Corona-Lage flexibel, wenn sie nicht direkt auf reinen Präsenzbetrieb umstellen. Sollten die Zahlen wieder steigen, können sie schnell zum Full-Time Home Office zurückkehren: Ihre Mitarbeiter verfügen noch über die entsprechenden Arbeitsmittel und bleiben es gewohnt, in den eigenen 4 Wänden zu arbeiten. Angesichts der anstehenden Sommerferien mit erhöhten Reiseaktivitäten und der Sorge um die Delta-Mutation bleibt Vorsicht angemessen.

Gibt es bald ein Recht auf Home Office?

Schon 2020 stieß Bundesarbeitsminister Hubertus Heil eine Diskussion über mobiles Arbeiten an. In ihrem Wahlprogramm schlägt die SPD vor, einen Rechtsanspruch auf mobiles Arbeiten einzuführen. Bei einer 5-Tage Woche sollen Mitarbeiter mindestens 24 Tage im Jahr Home Office nehmen dürfen. Mitarbeiter sollen Arbeits- und Ruhezeiten haben sowie Zeiten der Nichterreichbarkeit. Außerdem müssen die technische Ausstattung und der Unfallversicherungsschutz auch zuhause gegeben sein. Auch die Grünen und die Linke unterstützen ein Recht auf Home Office.

zvoove setzt auf Schutz und Flexibilität

Jedes Unternehmen trägt Verantwortung für seine Mitarbeiter, insbesondere in schwierigen Zeiten wie der Corona-Pandemie. Auch für uns bei zvoove haben Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter höchste Priorität. Deswegen haben wir für unser Unternehmen beschlossen, das flächendeckende Flexible Working bis mindestens Oktober 2021 zu verlängern – auch ohne gesetzliche Pflicht dazu. Insbesondere die Ungewissheit bzgl. der Delta-Variante hat unsere Entscheidung geprägt.

Für die Zukunft ist „Flexible Working“ das Modell unserer Wahl, in dessen Rahmen wir aktuell einen hybriden Ansatz erarbeiten: Eine Mischung aus Präsenzbetrieb und mobilem Arbeiten bietet aus unserer Sicht die Möglichkeit, wichtige Sozialkontakte im Betrieb zu erhalten und sie gleichzeitig auf einem aus Infektionsschutz-Sicht vertretbarem Maß zu regulieren. Gerade angesichts einer Pandemie ist es wichtig, individuelle Sicherheitsbedürfnisse anzuerkennen und Mitarbeitern die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten, zu Tests oder Betriebsimpfungen zu bieten.

Damit das reibungslos funktioniert, ist es wichtig digitale Rahmenbedingungen zu schaffen, die das ortsunabhängige Arbeiten komfortabel und effizient machen. Eine gute digitale Infrastruktur bietet den Mitarbeitern mehr Freiheiten in puncto Arbeitsort und Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen lassen sich flexibler gestalten.

Zumindest eine positiv zu bewertende Entwicklung hat die Pandemie mit sich gebracht: Unternehmen wurden vor die Notwendigkeit gestellt, sich auf eine digital flexiblere Arbeitswelt einzustellen und haben dies als Chance begriffen. Sie konnten erfahren, wie gut die Arbeit im Home Office funktioniert und wo ggf. noch Verbesserungsbedarf besteht.

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Fazit

Die Home Office Pflicht hatte das Ziel, Infektionen am Arbeitsplatz zu vermeiden. Angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung die Pflicht aufgehoben. Zum reinen Präsenzbetrieb kehren die meisten Unternehmen aber nicht zurück. Viele favorisieren ein Hybridmodell mit einem Mix aus Home Office und Präsenzarbeit. Damit bieten sie ihren Mitarbeitern Flexibilität und Entscheidungsfreiraum angesichts der Unwägbarkeiten einer Pandemie.

Quelle Foto: © frank cherryandbees / Adobe Stock

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