Das verraten Top HR-Studien über die Branche

verfasst von zvoove, 27.03.2019
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Spannende Studien aus dem Jahr 2018  

Die aktuelle Studienlandschaft im Bereich Human Resources zeigt wiederkehrende Trends wie Global Recruiting, Digitalisierung und Social Media. Was liegt Recruitern besonders am Herzen? Welche Chancen und Herausforderungen zeichnen sich ab? Welche Strategien zeigen Wirkung? Ein Blick in ausgewählte Studien aus dem Jahr 2018 bietet Einblicke in die wichtigsten Themen der Branche.

Digitalisierung im Recruiting 

Die Digitalisierung bietet Recruitern neue Möglichkeiten, ihre Prozesse zu optimieren und** Kandidaten zu werben. Digitale Auswahlsysteme** beispielsweise vergleichen eingehende Bewerbungen und Stellenanforderungen, um Recruitern eine Kandidatenvorauswahl zu präsentieren. Laut Monster Recruiting-Studie 2018 verspricht sich über die Hälfte der Befragten eine Erleichterung der Vorauswahl. Fast drei Viertel erwarten eine beschleunigte Vorselektion und 66, 7 % bewerten das Matching-Tool (Link) als Möglichkeit einer diskriminierungsfreien Auswahl nach objektiven Kriterien. Über die Hälfte der Kandidaten sieht in dem Auswahlsystem den Vorteil schnellerer Feedbackmöglichkeiten. Weitere Gegenstände der Studie sind Chatbots, Job- und Talent-Recommender. 6 von 10 Unternehmen erwarten einen steigenden Einsatz von Chatbots in der Personalgewinnung. Die Bots beantworten Bewerberfragen zum Unternehmen und dessen Vakanzen. Dank Machine Learning passen sie ihre Antworten mit jeder Interaktion an. Obwohl rund zwei Drittel der Befragten Chatbots für eine gute Möglichkeit halten, Standardfragen zu beantworten, bieten nur 2,8 % die digitalen Karriereberater an. Zum Vergleich: Bei den IT-Unternehmen sind es etwa 10 %. Rund die Hälfte der Bewerber würde die Bots gerne im Rahmen der Stellensuche nutzen. Job-Recommender werden von 11,3 % der Unternehmen angeboten: Die automatisierten Empfehlungssysteme schlagen Jobsuchenden passende Vakanzen vor. Der Kandidat erhält diese bspw. über wöchentliche Job Alerts. 45,5 % der Jobsuchenden nutzen Job-Recommender, 44,7 % äußern Bedenken wegen des Zugriffs auf ihre persönlichen Daten. **Talent-Recommender **kommen bei knapp jedem 10. Unternehmen zum Einsatz: Die Empfehlungssysteme vergleichen Stellenanforderungen und Kandidatenprofile, um Unternehmen passende Kandidaten vorzuschlagen. Etwa die Hälfte der Kandidaten befürwortet den Zugriff auf ihr öffentliches Profil für automatisierte Empfehlungen. 45, 6 % halten Karrierenetzwerke dabei für den aussichtsreichsten Kanal.

Recruiter Experience

Neben der viel diskutierten Candidate Experience hat auch die Recruiter Experience einen Platz in der Studienlandschaft gefunden, z. B. in der Recruiter Experience Studie 2018 von metaHR und stellenanzeigen.de. Rund zwei Drittel der Recruiter schätzt an ihrer Tätigkeit die Arbeit mit Menschen, über die Hälfte mag den Abwechslungsreichtum und die Mitwirkung an Auswahlentscheidungen. Ein Großteil empfindet Freude an seiner Tätigkeit: Auf einer Skala von 1 bis 6 liegt der Wert bei 4,9. Fast 90 % würden ihren Beruf erneut wählen. Die Aufgabenschwerpunkte liegen vornehmlich im Bereich „Bewerbungseingänge sichten/Vorauswahl“ (78 %), „Auswahlentscheidungen vorbereiten“ (70 %) und „Stellenanzeigen formulieren“ (61 %). Zu den erfolgreichsten Rekrutierungskanälen gehören die eigene Karrierewebsite (70 %), Online Jobbörsen/Generalisten (69 %) und Active Sourcing bzw. Mitarbeiterempfehlungen (51 %). Ein Bewerbermanagement-System nutzen 73 % der Befragten. Je nach Anbieter bietet das System z. B. Funktionen im Bereich Workflow-Optimierung, Aufgaben- und Bewerbermanagement, Stellenanzeigenerstellung, Job-Multiposting, CV-Parsing und Bewerbermatching. Auf einer Skala von 1 bis 6 liegt der Zufriedenheitswert mit dem Digitalisierungsgrad im Unternehmen bei 3,3. In der Gruppe der Befragten, die mit dem Stellenwert des Recruiting im Unternehmen wenig zufrieden sind, liegt der Wert bei nur 2,4, die Freude am Job bei 4,5. Bei Befragten mit hohen Zufriedenheitswerten bzgl. des Stellenwerts ist auch die Zufriedenheit mit dem digitalen Set-up (4,0) höher, die Freude am Job liegt bei 5,2.

Diversity

Arbeitskräftemangel und dürftige Talent Pools machen International Recruiting zu einer wichtigen Aufgabe. Das Schlagwort **Diversity Management **(Link) gewinnt in einer globalisierten Welt mit gemischten Communities an Bedeutung. In Deutschland bereiten sich Recruiter auf Herausforderungen des demographischen Wandels vor, z. B. ein steigendes Durchschnittsalter der Belegschaft und einen Rückgang des erwerbsfähigen Bevölkerungsanteils. Für über drei Viertel der deutschen Personalverantwortlichen gehört Diversity zu den Top Themen (LinkedIn Studie Global Recruiting Trends 2018). Gründe für die **personelle und kulturelle Vielfalt im Unternehmen sind Bestrebungen zur Verbesserung der Unternehmenskultur (78 %), finanzielle Performance (62 %) und eine repräsentative Belegschaft (49 %). Eine kulturdiverse Personalstruktur kann in der Interaktion mit internationalen Stakeholdern vorteilhaft sein. Diversity birgt Potenziale für Know-how Transfer und **multiperspektivische Herangehensweisen an Probleme. Gelebte Diversity und eine innovative Unternehmenskultur können sich positiv auf das Arbeitgeberimage auswirken und dem Unternehmen Wettbewerbsvorteile in der Personalrekrutierung verschaffen. Laut LinkedIn-Studie bildet rund die Hälfte der Unternehmen kulturelle Vielfalt in Print- und Web-Materialien ab. Über ein Drittel achtet auf eine kulturdiverse Zusammensetzung bei Bewerbungsinterviews. Die unternehmenskulturelle Wertschätzung unterschiedlicher Meinungen und die Schulung kultursensibler Führungskräfte gehören zu den wichtigsten Aufgaben im Bereich Diversity Management.

Social Media im Recruiting und Personalmarketing 

Social Media ist ein beliebtes Medium der potenziellen Bewerberzielgruppe: Über die Hälfte der Studenten und ein Drittel der Fach- und Führungskräfte sind täglich über eine Stunde in den sozialen Netzwerken aktiv (Social Media Personalmarketing Studie 2018). Zu den Top 3 Kanälen der Studenten zählen Facebook (89 %), WhatsApp (89 %) und Instagram (76 %). Bei den Fach- und Führungskräften stehen Facebook (87 %), WhatsApp (83 %) und XING (69 %) hoch im Kurs. Bei der Stellensuche werden die Karriereseite des Unternehmens (84 %) und Online-Stellenbörsen (70 %) häufig angesteuert. Die** XING- und LinkedIn-Unternehmensseite **landen mit 43 % an der Spitze der für die Jobsuche genutzten Netzwerke, gefolgt von Arbeitgeberbewertungsportalen (27 %), der XING- bzw. LinkedIn Karriereseite (25 %) und der Facebook-Unternehmensseite (23 %). Die Top 3 Networks der Unternehmen sind XING (88 %), Facebook (73 %) und kununu (65 %). 77 % der Unternehmen wollen durch den Social Media Einsatz ihre Bekanntheit steigern. 74 % haben das Ziel, Bewerbungen zu generieren und 72 % die Arbeitgebermarke zu stärken.

 

Fazit

Die HR-Studienlandschaft bietet spannende Einblicke in aktuelle Trends und Entwicklungen, etwa zu den Themen Digitalisierung, Global und Social Media Recruiting oder personelle Vielfalt im Unternehmen. Studien können Recruitern als Orientierung dienen, um den eigenen Entwicklungsstand, Chancen und Herausforderungen abzuschätzen und sich mit anderen Unternehmen zu vergleichen.

 

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