5 wirklich praktische Tipps für die Karriereseite

verfasst von zvoove, 04.11.2020
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1. Karriereseiten besser finden

Ein zentraler Kontaktpunkt in der Candidate Journey ist die Karriereseite. Kandidaten sollten die Seite möglichst schnell finden. Bei 87 % der Unternehmen ist der Link zur Karrierepage direkt auffindbar – sprich auf der Startseite platziert. Das klingt viel, ist aber ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (siehe: wollmilchsau Online-Recruiting Studie 2020). Ein Tipp der Studienautoren: Vakanzen sollten mit maximal 2 Klicks erreichbar sein.

Ein Großteil der Unternehmen integriert den Link in das Headermenü. Der Link bleibt immer prominent, egal auf welche Unterseite sich der User bewegt.

 
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Ein schönes Designfeature (s. oben): die Anzahl der freien Stellen in den Menü-Link integrieren. Dadurch sind alle Vakanzen auf einen Blick ersichtlich. Zur Aufwertung der User Experience eignet sich eine Merkliste wie sie in vielen Online-Shops zu finden ist. Nutzer können interessante Stellen markieren und jederzeit darauf zurückgreifen.

 
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Große Klickflächen (s. oben) können die Übersicht erleichtern und Kurzinformationen der Stelle auf einen Blick visualisieren.

2. Mobiloptimierung der Karriereseite

Ein Großteil der Bewerber nutzt Smartphone, Tablet oder ein anderes Mobilgerät für den Zugriff auf die Karriereseite. Entsprechend wichtig ist eine Mobiloptimierung der Karrierepage. Dessen sind sich viele Unternehmen bewusst. 90 % verfügen laut Online-Recruiting-Studie über eine mobiloptimierte Seite. Die Jobbörse ist in 89 % der Fälle für die mobile Nutzung optimiert. Bei den Stellenanzeigen sind es nur 84 %. Noch kritischer ist es bei den Bewerbungsformularen – hier ist rund die Hälfte mobil nutzbar (unser Tipp für prosoftrecruiting©: Bewerbungsformulare anpassen).

Einige Tipps für eine mobiloptimierte Seite:

  • Ladezeiten: Langsame Ladezeiten erhöhen die Absprungrate ungeduldiger Webseitennutzer. Doch wann sind Websites schnell genug? Google bietet das Tool PageSpeed Insights, um die Ladezeiten der Webpage zu analysieren. Im Menü oben lässt sich die Analyse für den mobilen oder Desktop-Zugriff anzeigen. In einem User Experience Report aus dem Jahr 2019 hat Google herausgefunden, dass nur 5 % der mobilen Websites unter 1 Sekunde laden. Im Schnitt beträgt die Ladezeit deutscher Websites 2,6 Sekunden.
  • Lesbarkeit: Die Schrift sollte ohne Zoomen lesbar sein. Wichtig dabei sind die Schriftgröße und der Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund (Michelson-Kontrast bzw. Kontrastverhältnis). Vertraute Schrift ist i. d. R. besser lesbar als unvertraute. Mit der DIN 1450 finden Interessierte eine Norm zur Leserlichkeit von Schrift. Zudem gibt es online Rechner zur Bestimmung der optimalen Schriftgröße bei gegebenem Abstand und gegebener Sehschärfe.
  • responsive Bilder: Durch responsive Bilder lassen sich Ladezeiten verbessern. Im responsive Design werden Bilder passend zur Bildschirmgröße ausgeliefert.

3. Barrierefreiheit der Karriereseite 

User Experience und Barrierefreiheit spielen beim Design der Karriereseite eine wichtige Rolle. Menschen mit Einschränkungen werden im Design nach Norm oft nicht mitgedacht. Ein Beispiel: User können per Schiebebutton in einen Dienst (z. B. Newsletter) einwilligen. „Grün“ bedeutet Einwilligung, „Rot“ Ablehnung. 

 
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Rund 8 % der männlichen und 1 % der weiblichen Bevölkerung sind Rot-Grün-blind. Sie können das Signal nicht lesen. Am besten ist es, Deisgnelemente redundant (mehrfach) zu kodieren. Neben der Farbe könnte der Schiebebutton den Zusatz „ON“ oder „OFF“ bekommen. Manche Unternehmen bieten barrierefreie Optionen auf ihrer Karrierepage, z. B. eine Vorlesefunktion für Menschen mit Leseschwäche oder Sehbehinderung oder ein Bildtelefon für schwerhörige Menschen (Beispiel Telekom). Unternehmen tragen durch eine barrierefreie Karriereseite zur beruflichen Teilhabe behinderter Menschen bei. Zusätzlich erweitern sie ihren potentiellen Bewerberkreis.

4. HR-SEO 

Suchmaschinenoptimierung ist nicht nur ein Instrument im Online-Marketing. Im Online-Recruiting spielt HR-SEO eine wichtige Rolle. Kandidaten können die Karriereseite und Stellenanzeigen besser und passgenauer finden. Ein Tool für die SEO-Analyse ist Google Trends, um das Suchvolumen z. B. von Jobtiteln abzurufen. Unternehmen sollten außerdem auf strukturierte Daten achten.

 
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5. Der Quick-Check für die Karriereseite 

Die Tipps und Tools bieten eine Möglichkeit, Daten zur Karriereseite zu sammeln und erste Änderungen durchzuführen. Langfristig erfolgreich ist die Karrierepage mit einer nachhaltigen Strategie. Eine Strategie berücksichtigt, dass sich die digitale Welt schnell weiterentwickelt. Sie bietet Maßnahmen, mit denen Unternehmen ihre Seite auf einem modernen Stand halten und zukunftsfähig gestalten. Der erste Schritt der Strategie-Konzeption: eine Analyse des Status quo. Unsere kostenfreie Recruiting-Analyse bietet eine Checkliste über den Stand des digitalen Recruitings. Untersucht werden z. B. die Stellenanzeigen-Schaltung, technische Anforderungen wie responsive Design, emotionale Anforderungen (z. B. Bildsprache) und KPIs. Letztere sind besonders wichtig, um das Recruiting datenbasiert zu managen. Unternehmen können z. B. Klickzahlen auf Stellenanzeigen oder Konversionsraten tracken. Sie können nachvollziehen, welche Kanäle die meisten (qualifizierten) Bewerber oder neuen Mitarbeiter liefern. 

 

Fazit

Die Karriereseite ist ein zentraler Touchpoint in der Candidate Journey. Über eine sinnvolle Strategie haben Unternehmen Einfluss darauf, ob Kandidaten die Karrierepage gut finden oder frühzeitig abspringen. User Experience und Barrierefreiheit spielen eine wichtige Rolle, um potenzielle Bewerber komfortabel durch die Seite zu navigieren und den Online-Bewerbungsprozess zu erleichtern. Mit einer nachhaltigen Strategie können Unternehmen leichter neue Entwicklungspotenziale ausschöpfen und ihre Seite auf dem neuesten Stand halten.

Quelle Foto: © REDPIXEL / Adobe Stock

 

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