Wie Unternehmen unnötig Bewerber verlieren. So geht es besser

verfasst von zvoove, 29.07.2020
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92 % der Unternehmen leiden an Reichweitenmangel 

Nur 4 Aufrufe im Monat erhalten manche Unternehmen mit ihrer Stellenanzeige. Das ergab die Online Recruiting Studie von wollmilchsau. Die Studie untersucht die Online Candidate Journey börsennotierter Unternehmen und nimmt 160 Karriereseiten unter die Lupe. Wie erfolgreich sind die Studienteilnehmer mit ihrer Karrierewebsite? Wo gibt es Verbesserungspotenzial? Hier die wichtigsten Kennzahlen:

  • Ø Aufrufe der Stellenanzeigen: Rund 500 bis 1.000 Aufrufe benötigt eine Anzeige für die erfolgreiche Besetzung. Im Schnitt liegen Unternehmen deutlich unter diesem Wert. Laut Studie erzielen sie 113 Besucher pro Stellenanzeige, die Hälfte davon über mobile Aufrufe. Der niedrigste Wert lag bei nur 4 Aufrufen im Monat.
  • Kontakte pro Stellenausschreibung: Weniger als 10 % der Unternehmen erreicht über 300 Kontakte pro Stellenanzeige im Monat. Laut Studie leiden somit 92 % an einem Reichweitenmangel.

 

Mobiloptimierung ist inkonsequent

In puncto Mobiloptimierung zeichnen sich positive Entwicklungen ab. Rund 91 % der analysierten Karriereseiten lassen sich mobil ansteuern. Bedenkt man, dass die Hälfte aller Aufrufe mobil erfolgt, ist dieser Schritt wichtig. Leider gibt es einige Mängel wie lange Ladezeiten oder mangelhafte Layouts. 

Die Jobbörse ist bei 88 % der Unternehmen mobiloptimiert, ihre Stellenanzeigen haben nur 84 % optimiert. Knapp ein Sechstel der Anzeigen sind nicht mobil abrufbar. Großen Verbesserungsbedarf gibt es bei der Mobiloptimierung von Bewerberformularen. Diese lassen sich per Smartphone oft nicht richtig bearbeiten. Manche Formulare können gar nicht aufgerufen werden. Nur rund die Hälfte der Unternehmen achtet darauf, dass die Bewerbungsformulare mobilfähig sind. Oft sind die Dokumente zu lang und nur schwer bedienbar (z. B. ohne Drop-Down Menü). Damit riskieren Unternehmen, Bewerber zu verlieren. Reicht es aus, nur Karriereseite und Jobbörse für den Mobile-Bereich fit zu machen? Wie viele Bewerber die mangelnde Mobiloptimierung kostet, können Unternehmen testen. Kennzahlen geben Auskunft darüber, an welcher Stelle in der Candidate Journey Kandidaten abspringen. Wie viele von ihnen steuern z. B. das Bewerberformular an? Wie viele brechen die Bearbeitung ab?

 

Candidate Journey: Kontaktpunkte optimieren 

Eine ideale Candidate Journey endet mit der Konversion des Kandidaten in einen Mitarbeiter. Alternativ kann ein Bewerber in den Talentpool aufgenommen werden, um ihn bei Bedarf zu kontaktieren. Das Konzept der Candidate Journey ist strategisch sinnvoll, um die Candidate Experience zu verbessern. Unternehmen können an jedem Interaktionspunkt mit dem Kandidaten prüfen, ob es Verbesserungsbedarf gibt. Der erste Touchpoint aktiver Kandidaten ist in der Regel die Karriereseite oder eine Suchmaschine (z. B. indeed, Google for Jobs). Die Career Page sollte über die Corporate Page auffindbar sein, zum Beispiel über einen Link auf der Startseite oder einen eigenen Navigationspunkt. Bei 96 % der Unternehmen können Kandidaten die Karrierepage über einen Klick erreichen.** 78 % **haben einen eigenen Menüpunkt für die Karriereseite im Header eingerichtet.

 
Wie Unternehmen unnötig Bewerber verlieren. So geht es besser

Quelle Foto: © prosoft

Im Kontaktpunkt „Stellenanzeige“ ist auf Mobilfähigkeit und SEO-Optimierung zu achten. 47 % der Unternehmen haben ihre Anzeigen in den Webseiten-Code eingebunden, um von Suchmaschinen besser gefunden zu werden. Suchmaschinenoptimierung lässt sich auch über die richtigen Keywords, insbesondere im Stellentitel, realisieren. Ein mögliches Instrument für die SEO-Analyse ist Google Trends. Hierüber lässt sich das Suchvolumen von Stichworten abfragen.

 
Wie Unternehmen unnötig Bewerber verlieren. So geht es besser

 

In puncto **Bewerbungsformular **gibt es einigen Verbesserungsbedarf. Zum einen hat nur die Hälfte der Unternehmen seine Formulare mobiloptimiert. Zum anderen sind die Dokumente oft deutlich zu lang. Im Schnitt erhalten sie 10 Pflichtfelder. Unternehmen sollten sich fragen, welche Felder sie wirklich benötigen. Sinnvoll ist zudem eine strukturgebende optische Unterteilung. Frei konfigurierbare Formulare bieten Recruitern die Möglichkeit, ihre eigenen Fragen einzufügen und ein CI-konformes Design zu erstellen.

 

 

Wichtig für jede Recruiting Strategie ist die Erfolgs- und KPI-Analyse. Data Analytics bieten Unternehmen ein Tool, um ihren Recruiting Prozess datenbasiert zu steuern. Kennzahlen wie die Anzahl der Bewerbungen nach Quelle erleichtern die Auswahl erfolgreicher Kanäle und eine** optimierte Budgetierung**. Mit Conversion Tracking können Unternehmen prüfen, an welcher Stelle die Konversion gelingt und wo Verbesserungsbedarf besteht. Laut Online Recruiting Studie nehmen 70 % der Unternehmen Messungen für ihre Karriereseite vor.

 
Wie Unternehmen unnötig Bewerber verlieren. So geht es besser

Fazit

Eine aktuelle Online Recruiting Studie zeigt, dass ein Großteil der Unternehmen unter einem Reichweitenmangel leidet. Zwar bieten die meisten Recruiter eine mobiloptimierte Karriereseite an. Doch ist die Optimierung nicht konsequent. Jobbörse, Stellenanzeigen und Bewerberformular sind seltener mobilfähig. Das Bewerbungsformular enthält im Schnitt zu viele Pflichtfelder und ist in Sachen Nutzerfreundlichkeit optimierbar. Die meisten Unternehmen sorgen dafür, dass Kandidaten ihre Karriereseite mit einem Klick über die Corporate Page erreichen. Sie erstellen zum Beispiel einen eigenen Menüpunkt im Header. Stellenanzeigen bindet die Hälfte der Unternehmen in den Webseiten-Code ein, um sie für Suchmaschinen zu optimieren. Für einen datengestützten Recruiting Prozess erhebt der Großteil von ihnen Kennzahlen. Die Messungen sollen z. B. zur Verbesserung der Konversionsrate beitragen.

Quelle Foto: © pathdoc / Adobe Stock

 

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