Social Media Recruiting in der Zeitarbeit: Welche Möglichkeiten gibt es?

verfasst von zvoove, 29.01.2020
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Online Active Sourcing 

Zeitarbeitsfirmen haben verschiedene Möglichkeiten, Mitarbeiter online zu rekrutieren.

  • Social Distribution: Personaldienstleister recherchieren im Internet nach potenziellen Mitarbeitern (z. B. mittels Profildaten oder Nutzerverhalten). Passende Kandidaten werden online kontaktiert.

Dabei stellen sich zwei zentrale Fragen:

**Wo findet sich die Zielgruppe? **Eine Candidate Persona kann hier weiterhelfen. Das fiktive Profil eines Zielkandidaten enthält Informationen zum Nutzerverhalten, Erwartungen, Arbeitserfahrungen, beruflichen Zielen und mehr.)

 
Social Media Recruiting in der Zeitarbeit: Welche Möglichkeiten gibt es?

 

**Was ist bei der Ansprache zu beachten? **Neben der Suche unterstützen Personas die Kandidatenansprache. Recruiter sollten ihre Kandidaten persönlich ansprechen, kurz und knapp bleiben und auf ihre Digital Body Language achten. Der Mehrwert einer Stelle sollte im Fokus stehen. Eine gelungene Ansprache bildet Bezüge zwischen dem eigenen Unternehmen und dem Kandidaten. Außerdem wichtig: der Betreff. Laut Studie entscheiden 35% der Empfänger nach dem Überfliegen des Betreffs, ob sie eine Mail lesen.

Die Strategie des Online Active Sourcing dient nicht nur der Besetzung aktueller Vakanzen. Sie sorgt für den langfristigen Aufbau eines Talent Pools. Dies ist vor allem für Personaldienstleister wichtig, die ihren Kunden ad hoc Personal zur Verfügung stellen.

 

Passive Kandidaten mit Werbebannern erreichen 

Nicht alle Kandidaten sind aktiv auf Jobsuche. Ein Teil von ihnen ist jedoch wechselbereit. Die Ansprache solcher Personen erfolgt meist über Job-Banner. Die Ads machen auf eine Vakanz oder Karrierechancen aufmerksam. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit von Kandidaten zu gewinnen, z. B. über einen Eye Catcher. Mehrwert oder USP werden kurz und knapp in einem Slogan verpackt. Bei Online-Ads haben Arbeitgeber die Möglichkeit, ihre Zielgruppe einzugrenzen, z. B. nach demografischen Kriterien oder Nutzerverhalten.

 

Employer Branding 

Die sozialen Medien können als interaktive Visitenkarte des Unternehmens dienen. Es kann Gesicht zeigen und Kandidaten einen Blick hinter die Kulissen bieten. Fotos, Testimonials der Mitarbeiter, Videos, Tipps für Bewerber oder anderer Content mit Mehrwert können per Social Media geteilt werden. Auch anstehende Veranstaltungen wie Bewerbertage oder Messen können über die sozialen Medien angekündigt werden. Zeitarbeitsfirmen könnten z.B. einen Zeitarbeiter über seine Einsätze berichten lassen und darauf fokussieren, was er an seiner Tätigkeit schätzt. Mit Servicethemen können sie Bewerberzielgruppen ansprechen (z. B. Tipps zum Sammeln von Berufserfahrung, Möglichkeiten zur Berufsorientierung durch die Zeitarbeit, Chancen für den Wiedereinstieg). Möglich wäre auch eine Rubrik mit Erfolgsgeschichten, in der Mitarbeiter über eine Übernahme durch Kunden berichten. 

 

Social Media mit Strategie: Dos & Don'ts

Don'ts

  • Die Plattformfrage ins Zentrum stellen: Die Entscheidung für Social Media ist gefallen. Oft folgt die Frage: Welche Plattform nutzen wir? Die Auswahl der Kanäle ist nur ein Bestandteil der Strategie. Social Media Kanäle und die Präferenzen der Zielgruppe können sich ändern. Die Wahl der richtigen Plattform sollte erst erfolgen, wenn die wichtigsten Punkte definiert sind (z. B. Ziele, Zielgruppe).
  • Aufgaben an Social Media Junkies auslagern: Fast jeder kennt den Umgang mit Facebook & Co. aus dem Alltag. Eine hohe Affinität zu den sozialen Medien bedeutet nicht automatisch Social Media Kompetenz. Die Pflege der Kanäle lässt sich meist nicht nebenher erledigen. Stattdessen sollten Ressourcen eingeplant und Mitarbeiter geschult werden.

Dos

  • Klare Strategie formulieren: Die Social Media Strategie gibt einen Fahrplan mit festen Zielen vor. Erfolge können durch definierte KPIs gemessen und Maßnahmen adjustiert werden.

Unsere Tipps für eine Social Media Strategie in 5 Schritten

  • Notfallplan** **gegen Shitstorms: Das Thema Zeitarbeit ist mit einer Reihe von Vorurteilen behaftet. Wer im Netz agiert, macht sich angreifbar gegenüber unreflektierten Kommentaren oder Anfeindungen. Zum Glück hat der gefürchtete Shitstorm eher Seltenheitswert. Wenn er erfolgt, sollten Unternehmen zeitnah reagieren. Dabei bleiben sie sachlich und sprechen Nutzer persönlich an. Diese sollten das Gefühl bekommen, ernst genommen zu werden. Durch regelmäßiges Monitoring lassen sich aufkommende Konflikte frühzeitig erkennen.
  • Best Practice Beispiele suchen: Best Practice Beispiele können viele Inspirationen für die eigene Social Media Präsenz bieten. Welche Unternehmen der eigenen oder einer anderen Branche zeichnen sich z. B. durch besonders hohe Nutzer- / Followerzahlen oder Interaktion aus? Was macht ihren Online-Auftritt besonders?

 

Social Media Recruiting mit prosoftrecruiting©

Recruiter können ihren Recruiting-Prozess per Software optimieren. Routineaufgaben werden automatisiert und Ressourcen besser verteilt. Aufgaben lassen sich im Bewerbermanagement-System erstellen und bearbeiten – auch im Team. Alle Recruiting-Aktivitäten können zentral gestaltet werden, z. B. die Erstellung und Publikation von Stellenanzeigen im eigenen CI. Für eine maximierte Reichweite können Recruiter ihre Anzeigen in ausgewählten Kanälen streuen (Multiposting). Den Erfolg ihrer Maßnahmen prüfen sie über KPIs (z. B. Anzahl der Einstellungen je Kanal). 

Die Bewerbermanagement-Software prosoftrecruiting© bietet spezielle Funktionen für das Social Media Recruiting:

  • Stellen per Social Media teilen: Mit einem Klick können Recruiter ihre Stellenanzeigen in den sozialen Medien teilen. Dadurch pushen sie die Reichweite für Facebook, Twitter, LinkedIn oder XING.
  • KPIs für Social Media: Mittels Kennzahlen können Recruiter die Social Media Performance prüfen. Wie viele Bewerbungen treffen über die sozialen Medien ein? Wie effektiv sind Letztere als Beschaffungskanal? Für ein übersichtliches Controlling lassen sich KPIs nach Zeitraum ordnen (z. B. Quartal).
  • XING Profilimport: XING ist das größte Karrierenetzwerk für die D-A-CH Region. Recruiter finden hier zahlreiche Profile für ihr Active Sourcing. Profildaten können sie mit prosoftsourcing einfach importieren und in der Software in Kandidatenprofile überführen lassen.
  • Stellen auf Facebook veröffentlichen: Seit 2018 können Recruiter ihre Stellenanzeigen auf Facebook veröffentlichen. Die Plattform bietet ein eigenes Job-Features. Der Nachteil: Recruiter müssen das Netzwerk erst annavigieren, um den Job zu veröffentlichen. Eingehende Bewerbungen treffen über den Messenger ein. Per Facebook-Schnittstelle in prosoftrecruiting© können sie ihre Stelle direkt aus der Software auf Facebook schalten. Die Bewerbungen gehen in der Inbox ihrer Software ein.

 

 

Noch mehr Infos zur Facebook Jobs Schnittstelle finden Sie hier.

Fazit

Die Rekrutierung von Mitarbeitern über die sozialen Medien bietet Unternehmen viele Vorteile. Sie können die Reichweite ihrer Stellenanzeige erhöhen, ihre Employer Brand gestalten und mit Kandidaten interagieren. Voraussetzung für eine strategische Mitarbeiterakquise ist eine Social Media Strategie. Definierte Ziele lassen sich mittels KPIs überprüfen und adjustieren. Dadurch lässt sich der Social Media Auftritt kontinuierlich weiterentwickeln und optimieren.

Quelle Foto: © Proxima Studio / Adobe Stock

 

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