SEO im Recruitment: Wenn Kandidaten Sie gut finden

verfasst von zvoove, 31.01.2020
keyboard_arrow_left Zurück zur Übersicht

SEO & Recruitment: Wer suchet, der findet 

Wenn Max Mustermann einen neuen Job sucht, dann macht er das höchstwahrscheinlich online. Und zwar über Suchmaschinen: Entweder betraut er seinen treuen Alltagsbegleiter Google mit dieser Aufgabe oder er tippt seinen Traumjob in eine der vielen digitalen Jobbörsen. Für welchen Weg er sich auch entscheidet – Ihr Job als Recruiter ist es, dafür zu sorgen, dass Max Ihre Stellenanzeige zu Gesicht bekommt. Wie Sie das besonders kostengünstig meistern? Zum Beispiel mit einer Suchmaschinenoptimierung (aus dem Englischen "search engine optimization", kurz: SEO) für Ihr Recruitment. Denn damit Nutzer Ihre Website/Jobanzeige finden, müssen sie in den Trefferlisten des Internets möglichst weit oben auftauchen. Und zwar in den organischen (also unbezahlten) Ergebnissen.

Die SEO-Experten von Sistrix veröffentlichten jüngst einen Beitrag über Klickwahrscheinlichkeiten mit spannenden Zahlen zu  digitalen Suchanfragen:

  • 99,1 % der organischen Klicks entfallen auf Einträge mit den Positionen eins bis zehn.
  • 60% davon entfallen auf die ersten beiden Positionen.
  • Kurz: Fast jeder User klickt ausschließlich auf Ergebnisse der ersten Trefferseite.

Auch Randstad Research beschäftigte sich in einer Studie mit den bevorzugten Kanälen bei der Jobsuche. Die dazu von Persoblogger bereitgestellte Infografik gibt spannende Einblicke und zeigt, dass neben persönlichen Kontakten ausschließlich digitale Plattformen zum Einsatz kommen:

 
SEO im Recruitment: Wenn Kandidaten Sie gut finden

Wie funktionieren Suchmaschinen?

Auf der nachfolgenden Abbildung sehen Sie am Beispiel von Nr. 1 eine** bezahlte Google-Anzeige (SEA)** und an den Beispielen 2 und 3 Top-Platzierungen in den unbezahlten Ergebnissen (SEO): 
SEO im Recruitment: Wenn Kandidaten Sie gut finden

SEA steht für "Search Engine Advertising" und SEO für "Search Engine Optimization". Beide Maßnahmen sind übrigens Disziplinen des **Search Engine Marketings **(SEM). Das sind Ihnen zu viele englische Begriffe? Es ist im Prinzip ganz einfach: SEA und SEO helfen Ihnen dabei, möglichst weit vorne in den Trefferlisten der Suchmaschinen zu landen. Entweder mit bezahlten Anzeigen (SEA) oder durch optimierte Inhalte (SEO). Denn:Das Ziel von Suchmaschinen ist es, Nutzern das relevanteste Ergebnis auf dem Silbertablett zu präsentieren. Dafür erfassen sie nonstop neue bzw. veränderte Infos aus dem World Wide Web. Das erledigen sogenannte Bots - kleine Suchroboter, die das Internet durchforsten und alle Entdeckungen "indexieren", also in einer **gigantischen Datenbank **ablegen (ähnlich wie ein riesiges Warenlager im Supermarkt). Anschließend gleicht ein Algorithmus Suchanfragen mit der Qualität und Passgenauigkeit aller gelisteter Inhalte ab. Die besten Ergebnisse landen dann direkt in der Supermarkt-Auslage bzw. in den ersten Ergebnissen der Suchmaschine, wie in Beispiel Nr. 2 und 3. 

SEO-Maßnahmen sorgen also dafür, dass Suchmaschinen Ihre Onlinepräsenz besonders leicht finden, sie gut bewerten und Nutzern auf dem erwähnten Silbertablett servieren. Um das zu erreichen, sollten Sie Ihre Inhalte nach SEO-Kriterien aufbauen und strukturieren. Stichwort strukturierte Daten. **Strukturierte Daten? **

 

Kleines SEO 1x1: Das müssen Recruiter wissen

Welche SEO-Faktoren sind es also, die eine Website entweder begraben oder hervorstechen lassen? Gänzlich gelüftet ist dieses Geheimnis zwar nicht (allein Google nutzt über 200 Rankingfaktoren), einige Faustregeln gibt es dennoch:

Strukturierte Daten

Strukturierte Daten spielen eine **Schlüsselrolle **im SEO-Kampf um gute Rankings. Sie sind wie eine technische Landkarte, an denen sich die Suchmaschinen-Bots orientieren können, wenn Sie Ihre Website durchsuchen und damit prüfen, welches Ranking sie Ihnen zugestehen. Strukturierte Daten verraten den Bots z.B., dass es sich bei einem Text um eine Jobanzeige oder bei einer eingebundenen Datei um ein Video handelt. Mit dem Markteintritt von Google for Jobs hat die Bedeutung der strukturierten Daten für das Recruiting noch einmal deutlichen Aufwind bekommen. Warum das so ist, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag zum Thema Google for Jobs

Keywords

Natürlich sind auch Keywords ausschlaggebende Faktoren, die das Ranking in Suchmaschinen maßgeblich beeinflussen. Daher müssen Sie genau wissen, nach welchen Keywords (also Schlagworten) Ihre potenzielle Bewerber-Zielgruppe sucht. Bauchgefühl ist hier übrigens fehl am Platz. Gängige Tools wie der Google Keyword-Planner helfen dabei, Licht ins Dunkel zu bringen. Sie benötigen lediglich ein kostenfreies Google-Konto, um Ihre Wunsch-Keywords abzutasten. Einmal in Benutzung, verrät der Keyword-Planner spannende Details, z.B., dass die Schlagworte „jobs braunschweig“ 1.000 bis 10.000 Mal im Monat gesucht werden. 

Dennoch sollte der Fokus nicht zwingend auf einem möglichst hohen Suchvolumen liegen – wichtig ist vor allem, dass die Keywords zu Ihrer Zielgruppe passen. Außerdem haben Schlagworte mit weniger Suchvolumen ggf. zwar eine geringere Reichweite, aber das kann auch von Vorteil sein. Denn: Durch den geringeren Wettbewerb ist es für Sie leichter, sich Top-Platzierungen zu sichern. Sobald die richtigen Keywords gefunden sind, sollten diese übrigens perfekt in Szene setzen. Zum Beispiel in Überschriften, Texten u.v.m. 

Google for Jobs: SEO-Bedeutung für Recruiter

Google ist für die meisten von uns der Einstieg ins gigantische Universum „Internet“: Wenn Max M. in Deutschland zum Handy greift und einen Browser öffnet, entscheidet er sich zu 98,2 Prozent für Google (Stand 2019, SEO-summary.de). Das schließt natürlich auch die Stellensuche mit ein. Ein Markt, den die ambitionierte Suchmaschine erkannte und seit Mai 2019 mit Google for Jobs ebenfalls voll ausschöpfen will. Damals rollte der Konzern aus Kalifornien seine eigene Suche für offene Stellen aus, die Nutzer kinderleicht bedienen können: Sie geben ihren Wunschjob ins Suchfenster ein und der Google-Bot durchforstet das Netz nach passenden Treffern. Dabei berücksichtigt er big player wie LinkedIn, Monster, Facebook u.v.m. Die passendsten Angebote erscheinen blitzschnell in einer kleinen Job-Box. Wie eingangs erwähnt, berücksichtigt der Bot bei seinen Vorschlägen solche, die nach gewissen Faktoren strukturiert sind. 

SEO & Recruiting: Viel mehr als nur Google

Auch wenn Google freilich einen riesigen Marktanteil beherrscht, ist SEO-Optimierung nicht gleich Google-Optimierung. Aus besagten Gründen sollten Sie den Suchmaschinenriesen zwar unbedingt berücksichtigen, dürfen aber auch Jobsuchmaschinen (wie z.B. indeed) nicht vergessen. Denn auch hier greifen SEO-Mechanismen, die vor allem für Sie als Recruiter von großer Bedeutung sind. Sie sehen: SEO ist ein breites Feld, das extrem vielschichtig ist. Dennoch lohnt sich der Blick hinter die Kulissen – vor allem bei der Personalsuche. In Kürze bieten wir von prosoft ein Webinar zum Thema "SEO für Recruiter" an. Darin verrät unser Experte jede Menge Tipps und (Praxis)Tipps. Melden Sie sich einfach zum Newsletter an  – wir informieren Sie anschließend, sobald der Termin veröffentlicht ist.

 

Fazit

Aus gutem digitalen Personalmarketing ist eine SEO-Strategie nicht mehr wegzudenken. Doch das Thema ist komplex und die Algorithmen ändern sich regelmäßig. Deshalb ist es wichtig, immer am Ball zu bleiben, um sich im hart umkämpften Markt einen der beliebten vorderen Plätze zu sichern.

Quelle Foto: © RoBird / AdobeStock

 

Du besuchst zvoove.com mit dem Internet Explorer

Dieser Browser wird seit 2020 nicht mehr unterstützt. Das bedeutet, dass Dir einige Funktionen von zvoove.com nicht zur Verfügung stehen.

Damit du alle Funtionen von zvoove.com nutzen kannst, empfehlen wir, unsere Webseite mit einem aktuellen Browser wie Microsoft Edge, Mozilla Firefox oder Google Chrome zu besuchen.