Recruiting in der Zeitarbeit – Der Wettbewerb um die besten Fachkräfte hat begonnen

verfasst von zvoove, 29.07.2015
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Gründe für den steigenden Fachkräftemangel in der Zeitarbeit

Die Zeitarbeit boomte in den letzten Jahren, doch der Zenit ist überschritten. Und was macht die Branche? Sie intensiviert die Kundenakquise und übersieht dabei, dass der eigentliche Engpass die Fachkräfte sind. Nur wer gute Arbeitskräfte zu vermitteln hat, wird sich im schrumpfenden Markt behaupten. Logische Konsequenz: Werben Sie um Zeitarbeitnehmer wie um Kunden. Das Problem ist bekannt: Facharbeiter sind Mangelware und damit sinkt auch die Zahl der verfügbaren Fachkräfte für Zeitarbeitsunternehmen. Auch die Ursachen sind kein Geheimnis: 

  • Die gute Konjunktur schafft Fest-Arbeitsplätze.
  • Infolge der demographischen Entwicklung kommen weniger Lehrlinge nach als Mitarbeiter in Rente gehen.
  • Die Zahl der Zeitarbeitsanbieter ist gestiegen. 

Zusätzliches Problem infolge dieser Arbeitskraft-Verknappung sind hohe Übernahmequoten. Diesen Trend fühlt die ganze Branche und eine Blitzumfrage der Düsseldorfer Unternehmensberatung StufeZwei Consulting bestätigt: Aus nahezu allen Zeitarbeitsfirmen wandern mehr Mitarbeiter als je zuvor in feste Arbeitsverhältnisse ab. Das schmälert das Umsatzpotenzial.

 

In welche Kunden investieren Disponenten ihre Zeit?

Wer ist der Kunde? Angesichts dieser grundlegenden Marktveränderung reicht es nicht, bisher Bewährtes einfach zu verstärken. Grundsätzliches Umdenken ist angesagt. Zeitarbeitsunternehmen müssen sich fragen, in welche Kunden Disponenten ihre Zeit investieren. Kunden, das sind nicht nur die Unternehmen. Auch Bewerber und Mitarbeiter sind als Kunden zu betrachten. Nach Jahren des komfortablen Bewerberüberhangs ist der Wettbewerb um gute Bewerber entbrannt. Konkurrenten auf dem schrumpfenden Bewerbermarkt sind nicht nur andere Zeitarbeitsanbieter, sondern auch die Unternehmen, die mit Festanstellung locken. Grundsätzliches Umdenken bedeutet: Der Kandidat, der heute an der Bewerbertheke erscheint, ist er Deckungsbeitrag von morgen. Entsprechend ist er zu umwerben. Bewerber sind heute aufgeklärter. Sie kennen ihren Wert, wissen um die Angebotsvielfalt und wollen nur beim besten Zeitarbeitsunternehmen einsteigen. Pünktliche Lohnzahlung halten sie für selbstverständlich. Wer auf dem Kandidatenmarkt gewinnen will, muss zwei zentrale Aufgaben optimal bewältigen: 

  • Geeignete Bewerber finden und ansprechen (Kommunikationswege).
  • Sich selbst als Arbeitgeber optimal präsentieren.

 

Fazit

Wo sind die Kunden zu gewinnen? Das Mindeste für ein Unternehmen ist ein aktueller (!), übersichtlicher Stellenmarkt auf der eigenen Webseite. Zum Standard geworden sind auch MCP-Systeme. Multi-Channel-Posting erlaubt das automatisierte Einstellen von Stellenanzeigen in Jobportalen wie stepstone.de, monster.de, meinestadt.de oder VerBIS, der Jobbörse der Arbeitsagentur.

 

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