Recruiting, Home Office & Co.: Das hat Corona verändert

verfasst von zvoove, 24.06.2020
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Neue Chancen für die Digitalisierung 

Not macht erfinderisch. In Zeiten von Corona müssen Unternehmen, Mitarbeiter und Bewerber neue Wege gehen. Vielleicht ist die Krise eine Chance, digitale Strukturen langfristig zu etablieren. In puncto Remote Work, Recruiting und Co. hat sich einiges verändert. Das Stellenportal StepStone hat den Wandel mit einer Studie begleitet.

 

76 % befürworten digitale Tools im Recruiting 

Das Face-to-Face Bewerbungsgespräch ist in Corona-Zeiten nicht optimal. Alternativ zum Vor-Ort-Kontakt nutzen Recruiter vermehrt Video-Interviews. Im Unterschied zu Telefoninterviews sind Gestik und Mimik des Bewerbers erkennbar. Kandidaten haben die Möglichkeit, sich wie im Bewerbungsgespräch zu präsentieren. Nur das klassische Händeschütteln bleibt aus. 60 % der Unternehmen setzen Video-Interviews im Recruiting ein (Quelle: StepStone). Anfang des Jahres waren es nur rund 30 %. Was besonders auffällt: 76 % der Recruiter bewerten den Einsatz digitaler Instrumente im Recruiting als positiv. Vor der Corona-Krise waren es lediglich 43 %. Für einige Personaler brachte der „Zwangskontakt“ zu digitalen Technologien einen Sinneswandel. Fast 50 % beklagen mangelndes Know-how im Umgang mit entsprechenden Tools. Viele wissen nicht, wie sie die Technologien erfolgreich einsetzen sollen. Dass ein solches Wissen wichtig ist, findet ein Großteil der Befragten. 84 % gehen davon aus, dass digitale Kenntnisse im Recruiting an Bedeutung gewinnen werden.

 

Digitales Recruiting per Software  

Eine Möglichkeit, das Recruiting zu digitalisieren, sind Software-Lösungen. Im HR-Software Report 2019 gaben 45 % an, im Bereich Bewerbermanagement eine neue oder zusätzliche Lösung einsetzen zu wollen. Über eine Software können Recruiter die Kommunikation untereinander und mit Bewerbern abwickeln. Bewerbungen gehen digital ein und werden per Mausklick in Kandidatenprofile eingespeist. Das funktioniert über CV-Parsing. Lebenslaufdaten werden dabei automatisch ausgelesen und in die Software übertragen. Personaldienstleister können die Profile an Kunden weiterleiten. Um schnell passende Kandidaten zu finden, gibt es z. B. eine Matching-Funktion, die Bewerber gemäß eigens ausgewählter Kriterien anzeigt. Bei Personalbedarf können Recruiter Stellenanzeigen im eigenen CI direkt in der Software erstellen und veröffentlichen. Per Multi-Channel-Posting funktioniert die Veröffentlichung in mehreren Jobbörsen gleichzeitig. Wer sich für eine Recruiting-Software interessiert, erhält hier mehr Informationen: E-Recruiting Software.

 

Home Office funktionierte überraschend gut

Die digitale Zusammenarbeit zu Corona-Zeiten hat für viele Unternehmen überraschend gut funktioniert. Anfangs herrschte viel Skepsis: Sind Mitarbeiter im Home Office genauso produktiv wie aus dem Büro heraus? Haben wir überhaupt die richtigen Tools, um die Heimarbeit zu bewerkstelligen? Die positive Nachricht: Über zwei Drittel der Mitarbeiter konnten ihre Arbeit von Zuhause aus erledigen (Quelle: StepStone Umfrage). Angestrebte Ziele haben sie größtenteils erreicht. 20 % mussten einige Einschränkungen in Kauf nehmen. Digitale Tools für die Zusammenarbeit wurden schnell etabliert. 86 % der Unternehmen haben Microsoft Teams, Google Hangouts und Co. genutzt. Für **4 von 5 **Befragten ist das eine positive Entwicklung. Die Corona-Krise bietet Unternehmen eine Chance, digitale Strukturen einzuführen und beizubehalten. Auch wenn das Face-to-Face Meeting ein anderes Feeling hat als das Video-Telefonat, ist es **rund 80 % **der Unternehmen gelungen, regelmäßige Remote-Meetings abzuhalten. Aber das Home Office bietet auch Risiken: Viele Arbeitnehmer machen weniger Pausen oder arbeiten länger. Berufstätige Eltern (vor allem Mütter) waren durch die Kinderbetreuung doppelt belastet. 67 % der Mütter und 47 % der Väter fühlten sich stark gestresst. 

 

Mitarbeiter weitgehend zufrieden mit dem Krisenmanagement

Trotz des Lockdowns in China haben viele nicht damit gerechnet, dass Corona auch in Deutschland drastische Restriktionen bewirkt. Ende Januar mahnte Gesundheitsminister Spahn noch zu wachsamer Gelassenheit. Die Gefahr durch das Virus wurde zu dem Zeitpunkt als gering eingestuft. Zunächst war man davon ausgegangen, eine Verbreitung des Virus in Deutschland stoppen zu können. Erst am 17. März wurde das Risiko durch COVID-19 als hoch eingestuft. Für Arbeitgeber waren die Entwicklungen kaum vorauszusehen. Dennoch haben viele mit einem soliden Krisenmanagement reagiert. Immerhin 70 % der Mitarbeiter fühlten sich laut StepStone hinreichend informiert. Rund zwei Drittel der Arbeitnehmer gaben an, gut unterstützt worden zu sein. Für sie ist/war die Corona-Situation mit vielen Herausforderungen verbunden, die Arbeitgeber berücksichtigen mussten (z. B. die Frage der Kinderbetreuung). Mitarbeiter, die das erste Mal von Zuhause aus gearbeitet haben, brauchten nicht nur die digitalen Tools, sondern mussten sich auch stärker organisieren. Zufrieden mit der technischen Ausstattung sind 3 von 4 Mitarbeiter.

 

Fazit

Während der Corona-Krise kamen einige neue digitale Tools im Recruiting und Home Office zum Einsatz. Für einige Unternehmen dürfte die Krise ein Anlass sein, den Sprung ins kalte Wasser zu nutzen und digitale Technologien auszubauen. In einer StepStone Umfrage wurde deutlich, dass viele Mitarbeiter ihr technologisches Know-how ausbaufähig finden. Für den Großteil der Recruiter ist zudem klar: Digitale Kenntnisse werden an Bedeutung gewinnen. Ähnlich könnte es für das Home Office aussehen. Die Arbeit von zuhause hat für viele Befragten überraschend gut funktioniert.

Quelle Foto: © Paolese / Adobe Stock

 

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