Zeitarbeitsstudie 2021: Umbruch durch Digitalisierung

verfasst von zvoove, 16.03.2022
keyboard_arrow_left Zurück zur Übersicht 70% der befragten Personaldienstleister wollen zugunsten der Wettbewerbsfähigkeit künftig mehr in Digitalisierung investieren

Zeitarbeitsbranche aktuell

Eigentlich gilt die Zeitarbeit als Frühindikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung: So gab es als Reaktion auf die Finanzkrise 2008/2009 bereits 2008 viele Stornierungen bei Personaldienstleistern. Damit zeichnete sich in der Branche bereits frühzeitig ab, was kurz darauf die Weltwirtschaft durcheinanderwirbelte. Im Jahr 2009 kam es im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung dann zu einem massiven Rückgang von rund 18%. Die Corona-Pandemie sorgte für ähnliche Einbußen – doch diese Krise überrollte die Welt so unerwartet, dass der Branchenumsatz von Zeitarbeitsfirmen dieses Mal zeitgleich mit vielen anderen einbrach. Insgesamt waren es 2020 rund 15,5% weniger vermittelte Zeitarbeitskräfte als im Vorjahr. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Germany hat den Einfluss der Pandemie auf den Zeitarbeitsmarkt und die aktuelle Stimmung der Branche genauer untersucht.

PwC-Umfrage 2021: Licht am Ende des Tunnels

Die PwC-Kurzumfrage 2021 richtete sich an 300 Betriebe aus der Personaldienstleistung. Diese beziffern aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 einen deutlichen Rücklauf von 15,5% auf 750.000 vermittelte Arbeitskräfte (im Vergleich zum Vorjahr 2019). In früheren PwC-Umfragen begründeten die Teilnehmer solche Marktrückgänge oft mit „mangelnder Akzeptanz der Zeitarbeit“ oder „Regulierungen“. In der aktuellen Studie wird die Corona-Pandemie als dominanter und alleiniger Grund aufgeführt. Dennoch betrachten 69% der Personaldienstleister die aktuelle und künftige Marktsituation deutlich positiver als 2020.

Digitalisierung: Must-have für Personaldienstleister

Im Zuge der Umfrage kristallisierten sich außerdem 3 Top-Themen heraus, die im Jahr 2022 bei mehr als 60% der befragten Unternehmen auf der Agenda stehen:

• Spezialisierung auf Nischen
• Digitalisierung
• Flexibilität der Kostenstrukturen

Die wirtschaftlich holprigen Jahre 2019 und 2020 veranlassen knapp 70% der Befragten dazu, verstärkt in die Digitalisierung ihres Geschäftsmodells und in die Prozess-Automatisierung investieren. Digitalisierung wird von der Überzahl als Must-have betrachtet, das die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sichern soll. Dennoch sagten rund 83%, dass der physische Standort auch in Zukunft Priorität hat und nicht über elektronische Marktplätze abgedeckt werden kann.

Schutzmaßnahmen gegen wirtschaftlichen Abschwung

Die Corona-Pandemie hat auch Personaldienstleister dahingehend sensibilisiert, sich künftig besser für Krisen zu wappnen. Um besser vor wirtschaftlichen Einbußen geschützt zu sein, wollen die befragten Unternehmen auf folgende Maßnahmen zurückgreifen:

50%: Spezialisierung auf Nischen mit hoher Nachfrage
50%: Erweiterung des Serviceangebots
39%: Weitere Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen
38%: Anpassung des Geschäftsmodells
38%: Flexible Kostenstrukturen
27%: Spezialisierung auf bestimmte Zeitarbeiter
30%: Andere Möglichkeiten

Digitalisierung der Zeitarbeit: Aktuelle Investitionstätigkeit

Digitale Prozesse, die sich automatisiert und zentral steuern lassen, sind eine massive Investition in die Wettbewerbsfähigkeit. Das wissen auch die meisten Personaldienstleister – Teil der PwC-Studie war deshalb auch eine Befragung zur aktuellen Investitionstätigkeit in die Digitalisierung. Dazu machten die teilnehmenden Betriebe folgende Aussagen:

55%: Wir investieren in Digitalisierung, um konkurrenzfähiger zu werden.
53%: Wir treiben die Digitalisierung in Zeiten des Abschwungs weiter voran.
31%: Wir investieren in digitale Geschäftsmodelle.
29%: Wir warten mit Investitionen ab, bis sich die Branche erholt hat.
8%: Andere Auswirkungen.

Recruiting-Maßnahmen in der Zeitarbeit

Schon lange vor Ausbruch der Pandemie gab es ein anderes großes Sorgenkind vieler Arbeitgeber: den Fachkräftemangel. Um gute Mitarbeiter (schnell) zu finden und zu halten, wollen Personaldienstleister laut PwC-Studie künftig auf eine ganze Reihe von Maßnahmen setzen:

61%: Verstärkung der Marktpräsenz
56%: Erweiterung des Serviceangebots für Zeitarbeiter
55%: Digitalisierung/Automatisierung des Recruiting-Prozesses
55%: Überdurchschnittliche monetäre Vergütung
21%: Andere Maßnahmen (z.B. Mund-zu-Mund-Propaganda, persönliche Betreuung oder Empfehlungsprämien)
18%: Spezialisierung auf Nischen mit geringer Konkurrenz/hohem Angebot

Digitalisierte (Recruiting-)Prozesse in der Zeitarbeit

Ganze 70% der PwC-Befragten gaben an, mehr in die Digitalisierung ihres Geschäftsmodells und in die Prozess-Automatisierung investieren zu wollen. Neben dieser Reaktion auf die Corona-Krise schreiben sich viele Betriebe aber noch ein anderes Thema auf die To-to-Liste: Um die Wettbewerbsfähigkeit trotz Fachkräftemangel zu wahren, sollen bei 55% nicht nur Geschäfts-, sondern auch Recruiting-Prozesse digitalisiert und automatisiert werden.

Wie gut, dass es bereits eine Lösung gibt, die nicht nur Branchenführer, sondern auch das Ergebnis von über 30 Jahren Erfahrung ist: zvoove für Personaldienstleister. Unsere Software funktioniert wie eine Schaltzentrale und vereint alle Zeitarbeitsprozesse an einem sicheren Ort. Von der Bedarfsidentifikation, dem Recruiting und der Einstellung über die Disposition bis hin zur Lohnabrechnung kommt hier alles aus einer Hand. Eine digitale Lösung, ein realer Ansprechpartner – und vor allem ein großer Schritt hin zur nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit.

Fazit

69% der befragten Betriebe blicken positiv in die Zukunft und gehen davon aus, dass die Zeitarbeitsbranche nach der Eindämmung des Coronavirus eine Erholung erfährt. Als Grund dafür gaben fast 50% einen (erhofften) konjunkturellen Aufschwung an. Um diesem Aufschwung bestmöglich entgegenzutreten und zu nutzen, wollen viele Personaldienstleister in Digitalisierung und Automatisierung investieren. Beide Komponenten beschleunigen Prozesse, machen diese effizienter und transparenter. Kombinieren Zeitarbeitsbetriebe diese Vorteile mit den brancheneigenen Stärken (z.B. flexible [Personal-] Kostenstrukturen), dürfte dies in Zukunft nicht nur grundsätzlichen erfolgversprechend, sondern auch ein stolperfreier Weg durch Krisensituationen sein.

Quelle Foto: ©mrmohock / Adobe Stock

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