Personalrekrutierung 2021: Was hat sich verändert?

verfasst von zvoove, 18.08.2021
keyboard_arrow_left Zurück zur Übersicht Seit Corona hat sich das Recruiting an vielen Stellen digitalisiert

Sinkende Arbeitslosenzahlen

Die Rekrutierung von Personal nimmt wieder Fahrt auf. 82 % der Unternehmen wollen 2021 neue Mitarbeiter einstellen (Monster HR Report 2021). Bei einem Drittel der geplanten Einstellungen geht es um die Besetzung neuer Stellen. Das sah vor Kurzem noch ganz anders aus. Zu Beginn der Corona-Pandemie im April und Mai 2020 kam es vermehrt zu Entlassungen. Danach waren vor allem die fehlenden Neueinstellungen ein Problem, wie die Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigen (Führt Corona zu mehr Arbeitslosigkeit?).

Derzeit (im Sommer 2021) scheint sich die Lage am Arbeitsmarkt zu verbessern. Die Arbeitslosenzahl sank im Juli im Vergleich zum Vormonat um 24.000 Personen, die Arbeitslosenquote um 0,1 %. Im Vergleich zum Sommer 2020 ist die Arbeitslosenzahl um 320.000 Personen gesunken. Auch die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld scheint zurückzugehen (Arbeitslosenquote und Arbeitslosenzahlen 2021).

Mehr Einstellungen geplant

Die gute Nachricht: Ein Großteil der Unternehmen plant für 2021 die Einstellung von Personal (Monster HR Report 2021). 9 von 10 Unternehmen sind zuversichtlich, dass sie die richtigen Mitarbeiter finden. Allerdings sind nicht alle Branchen so optimistisch. Vor allem jene Branchen, die stark von den widerholten Lockdowns betroffen waren, rechnen mit einem Einstellungsstopp. So zum Beispiel Freizeit- und Gastgewerbe (32 %) oder Einzelhandel (20 %).

Was hat die Corona-Pandemie verändert?

Für viele Unternehmen hat die Covid-19 Pandemie zu Veränderungen im Arbeitsalltag geführt. Viele Arbeitgeber und Mitarbeiter mussten in kurzer Zeit von Präsenzarbeit auf Home Office umstellen. Laut Monster HR Report haben über 40 % der Arbeitgeber flexible Fernarbeit angeboten. Darunter vor allem große Unternehmen.

Die Änderungen der Arbeitsbedingungen im Verlauf der Pandemie wollen viele Unternehmen beibehalten. Das ist aus verschiedenen Gründen sinnvoll. Im Zuge der Pandemie wird weiterhin mit Unwägbarkeiten zu rechnen sein. Die digitalen Möglichkeiten bieten Flexibilität, um schnell reagieren zu können. Hinzu kommt, dass einige Parteien in ihren Programmen zur Bundestagwahl 2021 über ein Recht auf mobiles Arbeiten diskutieren. So fordert zum Beispiel die SPD, dass Mitarbeiter mit einer 5-Tage-Woche mindestens 24 Tage im Jahr die Möglichkeit haben sollen, von zuhause aus zu arbeiten.

Pandemiebedingte Veränderungen im Recruiting

Das virtuelle Recruiting zählt laut Monster HR Report zu den Top-Herausforderungen von Unternehmen 2021. Im Zuge der Pandemie hat das Thema an Bedeutung gewonnen. Unternehmen standen vor der Herausforderung, Bewerbungsgespräche virtuell durchzuführen, um persönliche Kontakte aus Infektionsschutzgründen zu verringern. Bereits 70 % der Unternehmen geben an, Recruiting und Onboarding zumindest zur Hälfte virtuell durchzuführen. Darunter vor allem der Technologiesektor sowie der Unternehmens-/Finanzsektor.

Herausforderungen bei der Personalrekrutierung 2021

Als Top Herausforderung sehen Unternehmen auch für 2021 das Problem, Kandidaten mit den richtigen Qualifikationen zu finden (Monster HR Report 2021). Angesichts von Fachkräfteengpässen in einigen Branchen ist das nicht verwunderlich. Ein Drittel der Unternehmen beurteilt Kandidaten-Erwartungen bzgl. der Work-Life-Balance als problematisch. So berichten etwa KMU über Schwierigkeiten mit unrealistischen Gehaltsvorstellungen seitens der Kandidaten.

Bezogen auf die einzelnen Phasen im Recruiting, stellt vor allem die Beurteilung der Kandidaten im Interview eine Herausforderung dar. 40 % der befragten Recruiter empfinden es als Herausforderung, schnell qualifizierte Kandidaten zu identifizieren. Über ein Drittel finden es schwierig, Kandidaten vor dem Interview effektiv zu filtern. Beinahe ebenso viele geben als Herausforderung an, eine Antwort von Kandidaten zu erhalten und mit ihnen in Kontakt zu treten.

Wie lassen sich die Herausforderungen meistern?

In puncto Digitalisierung ist ein Prinzip wichtig: Es geht nicht darum, auf Neuerungen zu warten, sondern schon jetzt den Weg in die Zukunft zu ebnen. Dabei hilft es, auf Flexibilität zu setzen. Ein digitales System, das flexibel genug ist, sich an künftige Änderungen anzupassen, ermöglich schnelles Agieren. Recruiting-Systeme sollten anpassbar sein an die Bedürfnisse eines Unternehmens (z. B. hinsichtlich des Funktionsumfangs). Es kann vorteilhaft sein, auf ein zentrales System zu setzen, das alle Prozesse abbildet, so dass man nicht auf Fremdprodukte zurückgreifen muss. Dadurch sind Prozesse und Funktionen optimal aufeinander abgestimmt.

Ein Recruiting-System bildet im Idealfall alle Phasen des Bewerbungsprozesses ab – angefangen bei der Bedarfsmeldung. Recruiter erstellen in ihrem Programm Stellenanzeigen im eigenen CI und veröffentlichen sie in mehreren Kanälen (z. B. mittels Job-Multiposting). Interviewkandidaten lassen sich über (bestenfalls frei konfigurierbare) Matching-Funktionen filtern. Recruiter geben dabei an, welche Kriterien ihnen wichtig sind und das Programm durchsucht die Bewerberdaten. Die Kommunikation mit Bewerbern und dem Recruiter-Team wird übersichtlich über die Software abgewickelt, um schnelles Feedback geben zu können. Mit unserer Demoversion kannst Du testen, wie ein solches System funktioniert.

Fazit

Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich im Recruiting einiges verändert. Das Thema virtuelles Recruiting hat zum Beispiel an Bedeutung gewonnen. Recruiter setzen vermehrt auf Digitalisierung und nutzen digitalen Möglichkeiten für ihr Recruiting. Am Arbeitsmarkt scheint es aufwärts zu gehen: Ein Großteil der Unternehmen will 2021 neue Mitarbeiter einstellen. Eine besondere Herausforderung dabei besteht darin, Kandidaten mit den richtigen Qualifikationen zu finden und sie in Interviews richtig zu beurteilen. Außerdem ist es für viele eine Herausforderung, Kandidaten schnell zu identifizieren und vor dem Interview effektiv zu filtern.

Quelle Foto: © Andrey Popov / Adobe Stock

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