Mit Performance-Kampagnen mehr Bewerber erreichen

verfasst von zvoove, 18.11.2020
keyboard_arrow_left Zurück zur Übersicht

Was sind Performance-Kampagnen?

Das große Idol und nie versiegende Inspirationsquelle für neue Personalstrategien ist das Marketing. Ihm haben wir auch die Adaption von Performance-Kampagnen zu verdanken. Vor langer Zeit war das größte Problem von Werbetreibenden die Intransparenz ihrer Maßnahmen – in der analogen Welt ist es bestenfalls kompliziert und schlimmstenfalls unmöglich, den** Erfolg von Kampagnen** zu messen. Das liebe Internet änderte alles. Das gibt Unternehmen die Möglichkeit, Werbung über neue Kanäle auszuspielen und anschließende **Erfolgsmessungen **durchzuführen – den angehäuften Daten sei Dank. Kurz: Performance Kampagnen sind Maßnahmen, die messbare Reaktionen hervorrufen.

Performance-Anzeigen im Recruiting

Auch HR-Verantwortliche profitieren davon, weil sie Job-Anzeigen dank Performance Kampagnen an eine zuvor definierte Zielgruppe ausspielen können. Anschließend gelangen User mit nur einem Klick auf die Website des Werbetreibenden (im HR-Fall: auf die Karriereseite) und hinterlassen dort viele wichtige **Fußspuren in Form von Kennzahlen. **Dank dieser messbaren Daten können Personalverantwortliche alle Anzeigen fortlaufend optimieren und so ihren Erfolg gewährleisten. Besonders toll für kleine und mittlere Unternehmen ist das Abrechnungsmodell solcher Performance-Anzeigen. Statt hohe Pauschalgebühren zu zahlen, greift hier das sogenannte Cost-per-Click-Modell (CPC). Der eingangs festgelegte Klickpreis wird nur fällig, wenn ein Interessent auch tatsächlich auf die (Job)Anzeige klickt. Starre Laufzeitmodelle machen also Platz für flexible Kampagnen, die sich perfekt auf die Bewerberzielgruppe zuschneiden lassen.

Job-Anzeigen als Suchmaschinenwerbung

Für Recruiting-Zwecke eignen sich insbesondere folgende Performance-Marketing-Kanäle:

  • (Job)Suchmaschinenmarketing (Search Engine Advertising)
  • Social-Media-Plattformen (z.B. Facebook/Instagram)

**Suchmaschinenmarketing: **Als Unternehmen haben Sie nicht nur die Möglichkeit, in den organischen (kostenfreien) Suchergebnissen von Google bzw. Jobsuchmaschinen aufzutauchen, natürlich gibt es auch eine kostenpflichtige Alternative. Diese bezahlten Textanzeigen erscheinen auf den Ergebnisseiten von Google, indeed & Co. weit oben in den Ergebnisseiten.

Job-Anzeigen als Google-Ads

Bei Google sind diese kostenpflichtigen Einträge als Anzeige gekennzeichnet und an ein zuvor definiertes Keyword gekoppelt. Sucht ein User z.B. nach den Schlagworten „Software Zeitarbeit“ erscheint diese bezahlte Textanzeige auf einer prominenten Position der Trefferliste:
Mit Performance-Kampagnen mehr Bewerber erreichen

Preismodell: Der CPC (Klickpreis) richtet sich bei diesen Anzeigen (sogenannte Search-Ads) nach den jeweiligen Keywords. Je größer der Wettbewerb, desto teurer der Suchbegriff. Das Keyword "Schuh" ist beispielsweise sehr kostspielig, da besonders viele Stores etc. darauf bieten. Je "nischiger" das Schlagwort ist, desto günstiger ist am Ende auch der Klickpreis.

Neben den Textanzeigen können Werbetreibende auch** Bild- oder Videoads** (Display-Ads) schalten. Diese spielt der Suchmaschinengigant in seinem gigantischen Netzwerk aus. In diesem Fall werden Anzeigen auf über einer Million Websites und Apps von Google-Partnern angezeigt – Websites im Google Displaynetzwerk erreichen über 90% der Internetnutzer in aller Welt. Eine Anzeige kann z.B. so aussehen:

 
Mit Performance-Kampagnen mehr Bewerber erreichen

 

**Preismodell: **Auch bei Display-Anzeigen werden die daran gekoppelten Keywords durch Google versteigert. Hier gilt dasselbe Prinzip wie bei den Search-Ads, es fallen in der Regel allerdings günstigere Klickpreise an. Die Erfolgsquote von Search-Ads ist zwar teurer, doch nachweislich erfolgreicher, weshalb sich die Investition meist lohnt.

indeed Premumanzeigen

Über 200 Millionen Nutzer tummeln sich monatlich auf indeed, damit zählt die Jobsuchmaschinen zu den größten weltweit. Auch auf indeed ist es möglich, bezahlte Jobanzeigen zu schalten (Premiumanzeigen). Sie garantieren eine stabile Präsenz in den Suchergebnissen – ein entscheidender Vorteil, da die Stellenbörse fast 10 neue Jobanzeigen pro Sekunde veröffentlicht. 

**Preismodell: **Auch auf indeed kommt das Cost-per-Click-Modell zum Einsatz. Nutzer zahlen also nur, wenn ein Bewerber die Premiumanzeige tatsächlich anklickt (erfolgsbasierte Abrechnung).

Job-Anzeigen als Facebook Ads

Facebook Ads beinhalten automatisch auch Instagram Ads, da die Foto-Plattform zu Facebook gehört.** **Beide Kanäle eignen sich besonders, um junge Nutzer zielgerichtet anzusprechen. Facebook Ads werden ebenfalls nach dem CPC-Modell berechnet und verfügen über eine große Bandbreite von Targeting-Möglichkeiten

**Preismodell: **Facebooks intuitiver **Werbeanzeigenmanager **begleitet Sie Schritt für Schritt durch die Anzeigenerstellung. Sie definieren dabei z.B. Ihr individuelles Budget – das können täglich 3€ oder 3.000€ sein. Anschließend zahlen Sie nur die von Ihnen gewünschte Leistung. Sobald Sie Ihre Anzeige definiert haben, gibt Facebook eine Einschätzung darüber ab, wie viele Personen Sie erreichen. 

Angenommen, Ihre Zielgruppe bestünde aus Männern und Frauen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren aus Koblenz (+50km), so würden Sie zirka 200.000 Personen erreichen.

Targeting: Nutzer gezielt ansprechen

Google & Facebook, indeed & Co.  greifen bei der Ausspielung dieser Ads auf seinen gigantischen Pool von Nutzerdaten zurück und können so das perfekte Umfeld für (Job)Anzeigen ermitteln. Diese Maßnahme nennt sich „Targeting“. Folgende Faktoren werden u.a. zur Eingrenzung der Zielgruppe genutzt (hier ist nur ein exemplarischer Bruchteil aufgeführt):

  • **Demografisches Targeting: **Die Klassiker wie Geschlecht und Alter der Nutzer können definiert werden.
  • **Interessen-Targeting: **Nutzer können bestimmten Interessenkategorien zugeordnet werden. Hierfür checkt Google das Suchverhalten und pickt User mit zum Keyword passenden Interessen heraus.
  • Themen-Targeting: z.B. nach Kategorien wie „Beruf und Ausbildung“ oder „­Autos und Fahrzeuge“, „Bücher und Literatur“.

So erreichen Anzeigen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die richtigen User. Sprich: Die Kombination aus Keywords und Targeting erhöht die **Zielgenauigkeit **um ein Vielfaches. 

Erfolgsmessung durch Reporting

Performance Kampagnen liefern wertvolle Daten, die es unbedingt auszuwerten gilt. Sobald User eine Google oder Facebook Job-Anzeige anklicken und dadurch auf Ihre Website gelangen, hinterlassen sie virtuelle Fußstapfen. Um diese Kennzahlen auszuwerten, gibt es auf dem Markt einige Tools zur Web-Analyse (z.B. "Matomo" - noch vor einiger Zeit als "Piwik" bekannt). Diese Hilfsmittel untersuchen u.a. die Herkunft einzelner User, wie lange diese auf Ihrer Website verweilen und wie schnell sie diese wieder verlassen. Eine kontinuierliche Dokumentation und Beobachtung dieser Daten ermöglicht eine exakte Erfolgskontrolle Ihrer Recruiting-Bemühungen. Diese Kennziffern bilden eine ideale Grundlage, um Optimierungsmaßnahmen einzuleiten und Schwachstellen zu identifizieren. So kommen Sie in den Genuss aller herrlichen Vorteile der virtuellen Welt und schöpfen alle gesammelten Daten perfekt aus.

 

Fazit

Für kleine und mittlere Unternehmen sind Performance Kampagnen ein riesiger Zugewinn, weil sie die klassischen KMU-Stolpersteine perfekt umschiffen. Denn auch mit wenig **Budget, Zeit und ohne tiefschürfende Digitalisierungsprozesse **nutzen Unternehmen so die vielen Vorteile des digitalen Recruitings. Virtuelle Job-Anzeigen lassen sich gezielt im richtigen Bewerberumfeld platzieren und überwachen. Die so gesammelten Daten liefern viele tolle Kennzahlen, aufgrund derer Unternehmen Optimierungsmaßnahmen ableiten können. Dabei muss allerdings immer unbedingt das EU-DSGVO bedacht und rechtskonform umgesetzt werden – notfalls durch die Unterstützung eines Experten.

Quelle Foto: © metamorworks / Fotolia

 

Du besuchst zvoove.com mit dem Internet Explorer

Dieser Browser wird seit 2020 nicht mehr unterstützt. Das bedeutet, dass Dir einige Funktionen von zvoove.com nicht zur Verfügung stehen.

Damit du alle Funtionen von zvoove.com nutzen kannst, empfehlen wir, unsere Webseite mit einem aktuellen Browser wie Microsoft Edge, Mozilla Firefox oder Google Chrome zu besuchen.