PDK-Ausbildung 2021: die richtigen Bewerber finden

verfasst von zvoove, 07.07.2021
keyboard_arrow_left Zurück zur Übersicht Auch 2021 die idealen Bewerber für die PDK-Ausbildung finden

Die Zielgruppe kennen: demographische Daten

Wieso ist es sinnvoll, die Merkmale der Zielgruppe zu kennen? Das Wissen um potenzielle Bewerber erleichtert das datengestützte Targeting. Recruiting-Kanäle lassen sich zielgerichtet auswählen und Bewerber überzeugender ansprechen. Wissen Unternehmen z. B., dass viele Kandidaten Hochschulabbrecher sind, können sie auf dem Campus werben. Von Hochschulen oder Akademien stammen allerdings nur** 5 % der Bewerber** (Arbeitsmarktbericht 2020: Situation am Ausbildungsmarkt).

Woher kommen die Bewerber?

Schulausbildung: Der größte Teil der bei der BA gemeldeten Bewerber kommt von allgemeinbildenden Schulen (48 %) oder berufsbildenden Schulen (40 %). Unternehmen können in Schulen Schnuppertage anbieten oder Praktika veranstalten, um potenzielle Ausbildungskräfte aufmerksam zu machen. Auch Berufsberatungslehrer können kontaktiert werden. Der Großteil der älteren Schüler wird sich Gedanken um seine berufliche Zukunft machen. Plakate oder Postkarten in Schulen sind ein gutes Mittel, um die Aufmerksamkeit künftiger Ausbildungsanwärter zu wecken. Eine weitere Möglichkeit sind Schulpatenschaften, die eine langfristige Vernetzung mit der Schule ermöglichen.

Wie alt sind die Bewerber?

Die Bewerberzielgruppe von Unternehmen ist überwiegend jung. Der Großteil (64 %) ist unter 20 Jahre alt. Ein Drittel ist zwischen 20 bis 24 Jahre. Eine Möglichkeit die junge Zielgruppe zu erreichen ist z. B. Influencer-Marketing. Darüber hinaus können Unternehmen Online-Kanäle identifizieren, in denen sich die Zielgruppe aufhält, z. B. über statista. 95 % der 16-18-Jährigen nutzen den Messengerdienst WhatsApp**, 73 % finden sich auf Instagram, 64 % auf Snapchat. Etwas weniger frequentiert in dieser Altersgruppe sind Facebook (39 %), Twitter (23 %) und Tik-Tok (6 %).

Neben Schülern können auch Eltern oder Lehrer zur Zielgruppe gehören.

Die Zielgruppe kennen: Generation Z

Die meisten Ausbildungsanwärter 2021 werden aus der Generation Z stammen. Die Digital Natives sind mit dem Internet und sozialen Netzwerken groß geworden. Historische, soziale und technologische Veränderungen können Denken und Einstellungen einer Generation prägen. Dies hat Professor Christian Scholz beschrieben (Die Generation Z): Die Gen Z strebt nach Selbstverwirklichung und Abwechslung. Eine sinnstiftende und erfüllende Arbeit am besten unter Begleitung eines Mentors ist für viele wichtig. Die Gen Z wird als individualistisch beschrieben und legt weniger Wert auf Traditionen und Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber.

Gleichzeitig spielt die Familie für die Gen Z eine wichtige Rolle. Arbeitgeber mit einer Work-Life-Balance und familiengerechten Angeboten (z. B. Betriebskita, flexible Arbeitszeiten) können demnach punkten. Soziale Netzwerke spielen für die junge Generation eine Rolle bei der Arbeitssuche und zunehmend im Beruf.

Shell Jugendstudie untersucht potenzielle Bewerber

Aktuelle Einblicke in die Lebenswelt von Jugendlichen bietet z. B. die Shell Jugendstudie. Die Befunde divergieren z. T. von der oben beschriebenen Gen Z. In puncto Beruf wird ein Drittel der Jugendlichen den Durchstartern zugeordnet: Sie sind karriereorientiert und suchen Erfüllung und Nutzen (z. B. hohes Einkommen) im Beruf. Ein Viertel gehört zu den Bodenständigen, die v. a. beruflichen Nutzen anstreben und Wert auf Planbarkeit legen.

Die Distanzierten (ca. 25 %) wollen Karriere machen und streben gleichzeitig nach alltäglicher Planbarkeit. Für die Idealisten (ca. 20 %) ist die berufliche Erfüllung zentral. Außerdem liefert die Studie Erkenntnisse zum Medienverhalten der Zielgruppe.

Die Zielgruppe PDK

Das Interesse an der PDK-Ausbildung ist groß. Laut iGZ bewarben sich zuletzt 600 Anwärter um die Ausbildung für Personaldienstleistungskaufleute (Digitale Messen informieren über PDK-Ausbildung). Im Jahr 2019 haben Betriebe vor allem Azubis mit Hochschulreife eingestellt (61 %), ein Drittel der Kandidaten verfügte über einen mittleren Bildungsabschluss, 6 % über einen Hauptschulabschluss (Bundesagentur für Arbeit: Steckbrief PDK).

Welche Qualifikationen benötigen PDK-Azubis?

Für den Beruf von Vorteil sind u. a. gute Leistungen in Deutsch, Mathematik, Wirtschaft/Recht und ggf. in Englisch. Bewerber sollten kaufmännisch Denken können, sich gut ausdrücken, Organisationsfähigkeit besitzen, mit Bewerbern oder Kunden verhandeln können und kundenorientiert sein. Unternehmen können Bewerbern vermitteln, wie sinnstiftend die Tätigkeit als PDK ist: PDKler kümmern sich darum, dass Bewerber die passende Anstellung erhalten und Kunden die richtigen Arbeitskräfte finden.

Inhalte der PDK-Ausbildung

Die Inhalte der Ausbildung werden u. a. im Ausbildungsrahmenplan geregelt (§ 3 PersDienstLAusbV). Dazu gehören:

  • Personalgewinnung: Anwerbung von Personal, Bewerberberatung, Personalauswahl, -einstellung und -vermittlung
  • Personaleinsatz: Einsatzplanung und -vorbereitung, Personalführung und -betreuung, Personalsachbearbeitung, Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen und die Gewährleistung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
  • Kundenpflege und Auftragsbearbeitung: auftragsspezifische Arbeitsplatzanalyse, Personalbedarfsanalyse, Marketing, Kundenbindung und -betreuung, Angebotskalkulation, Aufsätzen von Verträgen, Kontrolle der Vertragserfüllung
  • Kommunikation: Kommunikation, Teamarbeit und Kooperation, Konfliktmanagement
  • kaufmännische Steuerung und Kontrolle
  • berufsbezogene Rechtsanwendung

Dauer der PDK-Ausbildung

Die Dauer der Ausbildung beträgt 3 Jahre. Die Ausbildung schließt mit einem geprüften Personaldienstleistungsfachwirt, geprüften Personalfachkaufmann oder mit einem Betriebswirt Schwerpunkt Personalwirtschaft ab. Anschließend ist eine Fortbildung zum Personaldienstleistungsfachwirt möglich.

Recruiting: Von der Bedarfsmeldung zum Mitarbeiter

Die meisten Personaldienstleister nutzen eine Software, um Prozesse digital abzubilden. Meist lernen Auszubildende den Umgang mit digitalen Prozessen und werden zu Software-Experten. Eine gute Software ist intuitiv und lässt sich schnell nachvollziehen. Sie bildet alle wichtigen Schritte ab – angefangen bei der Personalbedarfsmeldung bis hin zur Disposition und Rechnungsstellung.

Azubis mit der richtigen Software anlernen

Damit Azubis schnell Einblicke in gute PDK-Software erhalten, bieten sich End-to-End-Lösungen perfekt an: Denn sie bilden alles ab, was für den Beruf wichtig ist. Ein Beispiel:

Ein Kunde stellt eine ad hoc Personalanfrage. Der Personaldienstleister durchsucht den Kandidatenpool nach passenden Kandidaten – mithilfe von Filtern und einer Matching-Funktion geht das sehr schnell. Der Recruiter gibt an, welche Skills oder anderen Anforderungen (z. B. Führerschein) erforderlich sind. Findet er keinen passenden Kandidaten im Talentpool, meldet er den Personalbedarf. Anschließend wird eine Stellenanzeige im eigenen CI erstellt – wenn es ganz schnell gehen soll, können Textbausteine verwendet werden.

Die Stelle wird per Multiposting in über 200 Jobbörsen gleichzeitig gestreut. Kandidaten bewerben sich denkbar einfach: Ihre CV-Daten werden mithilfe eines CV-Parsers ausgelesen und automatisch in die Bewerbermaske übertragen. Per Mausklick überträgt der Recruiter eingehende Bewerbungen in ein Kandidatenprofil.

Über die Software kann er zentral mit Kollegen und Bewerbern kommunizieren, schnell Interviewtermine ausmachen und Kandidatenprofile an Kunden versenden. Per Mausklick werden passende Kandidaten als Mitarbeiter übernommen. Alle Aufträge lassen sich übersichtlich in der Auftragsverwaltung managen. Auch die Disposition wird durch Software erleichtert, etwa durch einen per Drag-and-Drop steuerbaren Dispokalender.

Fazit

Die PDK-Ausbildung ist beliebt: Es gibt viele junge Leute, die sich für Personalgewinnung und andere Personalaufgaben interessieren. Viele schätzen die Vielseitigkeit des Berufsbilds, etwa Kunden- und Bewerberkontakte, das Führen von Vorstellungsgesprächen bis hin zur Sachbearbeitung und Kalkulation. PDKler sind Allround-Talente, die in puncto Kommunikation, Organisation und kaufmännischem Verständnis fit sind.

Quelle Foto: © Viacheslav Iakobchuk / Adobe Stock

Du besuchst zvoove.com mit dem Internet Explorer

Dieser Browser wird seit 2020 nicht mehr unterstützt. Das bedeutet, dass Dir einige Funktionen von zvoove.com nicht zur Verfügung stehen.

Damit du alle Funtionen von zvoove.com nutzen kannst, empfehlen wir, unsere Webseite mit einem aktuellen Browser wie Microsoft Edge, Mozilla Firefox oder Google Chrome zu besuchen.