Kompetenzmanagement: Was können meine Mitarbeiter?

verfasst von zvoove, 05.07.2016
keyboard_arrow_left Zurück zur Übersicht

Was müssen sie zukünftig können?

Kompetenzen. Kompetenzmodell. Kompetenzorientierte Führung. In Unternehmen, egal welcher Größenordnung, dreht sich derzeit vieles um das Thema Kompetenzen. Was steckt konkret dahinter? Wieso rückt dieses Thema in den Fokus?  Wie kann man Kompetenzen erfassen oder Kompetenzmodelle entwickeln?  Diesen Fragen gehen wir nach. Vorgestellt wird am Ende ein Instrument, mit dem sich Kompetenzen spielend leicht für das eigene Unternehmen ermitteln lassen.

 

Was versteht man unter Kompetenz?

Der Kompetenzbegriff, der immer mehr um sich greift, meint die Fähigkeit in dynamischen, komplexen und offenen Situationen selbstorganisiert und kreativ zu handeln. Und weil Dynamik und Komplexität zugenommen haben, ist auch für die Unternehmen der Kompetenzbegriff in den Mittelpunkt gerückt. Gerade in digitalen Zeiten sind Unternehmen gefordert, immer agiler zu werden. Dafür brauchen Sie Mitarbeiter, die in der Lage sind, Veränderungen mitzutragen. Bloßes, angelerntes Wissen wird  weniger wichtig. Ein Unternehmen will wissen, was die Mitarbeiter oder Bewerber können. Man geht von vier Grundkompetenzen aus: personale, aktivitäts- und handlungsbezogene, fachlich-methodische sowie sozial-kommunikative Kompetenzen. Ein Beispiel: Zu personaler Kompetenz gehören die in die persönliche Handlungsfähigkeit integrierten Werte, also das, was für mich als Mensch besonders wertvoll ist.

 

Kompetenz = 1+1+1

Drei Dinge machen eine Kompetenz aus: Talent, Fähigkeiten und Erfahrung. 

Unter Talent versteht man das, was eine Person von sich aus mitbringt, also natürliche Qualitäten und angeborene Fähigkeiten und Begabungen für bestimmte Tätigkeiten und Bereiche. 

Persönliche Eigenschaften lassen sich in der Regel nicht trainieren. Ganz anders ist das mit den Fähigkeiten. Fähigkeiten umfassen das, was man lernen, trainieren, studieren und sich aneignen kann. Besonders gut und schnell entwickeln Menschen Kompetenzen in für sie interessanten und zum Teil stressigen Situationen. 

Als Drittes braucht es die Erfahrung. Erfahrung hilft, Talent und Fähigkeiten in der Praxis richtig anzuwenden und stetig weiterzuentwickeln.

 

Kompetenzmodell in Unternehmen

Viele Unternehmen und Organisationen haben ein fixiertes Kompetenzmodell. Die Modelle sind sehr ähnlich gebaut. Zuerst überlegt ein Unternehmen, welche strategischen Aufgaben für die nächsten ein bis zwei Jahre bestehen. Daraus leiten sie ab, welche Kompetenzen die Mitarbeiter dafür haben müssen. Festgehalten werden die Kompetenzen in einer Art Katalog. Ein Kompetenzmodell könnte so aussehen:

  • Persönlichkeitskompetenz
  • Sozialkompetenz
  • Unternehmerische Handlungskompetenz

In der Regel reichen acht bis zehn Kompetenzen aus, um als Unternehmen erfolgreich zu agieren. Kompetenzmodelle können laufend angepasst werden.  Sie müssen allerdings – und das ist vielleicht das Wichtigste – unterfüttert werden mit Handlungsankern. Handlungsanker beschreiben die Kompetenz. Dazu ein Beispiel zu „Unternehmerische Handlungskompetenz“: „In Bezug auf Kollegen und Kunden ist er stets offen und bereit, gegebenenfalls seine Ansichten zu ändern.“  „Er weicht Konfliktsituationen nicht aus, sondern steht sie freundlich, aber unnachgiebig durch“.

Und wer jetzt stöhnt und denkt, alles schön und gut, dennoch viel zu aufwendig, um das schnell zu entwickeln, dem sei das Tool, die Korn Ferry Leadership Architect™ Suite, ans Herz gelegt.

 

Tool: Kompetenzen spielend leicht ermittelt

In der Korn Ferry Leadership Architect™ Suite sind die 38 wichtigsten Kompetenzen auf Karten in Postkartenformat hinterlegt. Auf jeder Einzelkarte (=Kompetenz) ist auf der Vorderseite zunächst die Eigenschaft beschrieben. Nehmen wir als Beispiel die Erklärung zu Handlungskompetenz: Mit Engagement, Energie und Begeisterung neue Möglichkeiten nutzen und anspruchsvolle Aufgaben übernehmen. Darunter wird erklärt – Handlungsanker – wann diese Kompetenz „gut ausgeprägt“ ist: Begegnet Herausforderungen ohne Zögern und unnötige Planung; Erkennt und ergreift neue Chancen; Bewahrt in erfolgreichen und schwierigen Zeiten eine positive, optimistische Einstellung; Ergreift bei schwierigen Problemen die Initiative. Damit ist das Positive zur Handlungskompetenz erklärt. Negative Ausprägungen sind auf der Rückseite der Karte zusammengefasst, einmal unter dem Aspekt „zu häufig eingesetzt“, einmal unter „schwach ausgeprägt“. Die Handlungsanker zu „zu häufig eingesetzte“ Fähigkeiten werden wie folgt beschrieben: erzwingt manchmal Lösungen ohne angemessene Analyse; Verschwendet Energie durch übereilte Versuche zur Bekämpfung von Problemen, was einen hohen Überarbeitungsaufwand nach sich zieht; Neigt zu Alleingängen, statt andere um Rat zu bitten.  Unter „schlecht ausgeprägt“ steht: Reagiert langsam auf eine sich bietende Gelegenheit; Ist zu sehr mit der Planung und der Suche nach Informationen beschäftigt; Stellt sich ungern Herausforderungen, wartet darauf, dass andere aktiv werden. Auf jeder der 38 Kompetenzkarten wird ein vollständiges und differenziertes Bild zu einer Kompetenz gezeichnet. In dem Tool steckt alles drin, was man zum Thema Kompetenzen oder Entwicklung eines Kompetenzmodells wissen muss. 

 

Fazit

Hinter der Korn Ferry Leadership Architect™ Suite steht ein  komplexes, forschungsorientiertes Kompetenzmodell. Die für das eigene Unternehmen relevanten Kompetenzen lassen sich schnell herausfiltern und praxistauglich einführen. In der Regel reichen zwei bis drei Durchgänge – hier Kartenlegungen -, um Kompetenzprofile für Talente, Bewerber, Nachwuchsführungskräfte oder Fachkräfte zu erstellen. Am Ende weiß das Unternehmen, welche Kompetenzen im Unternehmen abrufbar sind und für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens entwickelt werden müssen.

 

Du besuchst zvoove.com mit dem Internet Explorer

Dieser Browser wird seit 2020 nicht mehr unterstützt. Das bedeutet, dass Dir einige Funktionen von zvoove.com nicht zur Verfügung stehen.

Damit du alle Funtionen von zvoove.com nutzen kannst, empfehlen wir, unsere Webseite mit einem aktuellen Browser wie Microsoft Edge, Mozilla Firefox oder Google Chrome zu besuchen.