Google Pathways: Google startet Suche für die Berufsausbildung

verfasst von zvoove, 07.05.2020
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Neue Google-Suche für Ausbildungsplätze

2019 hat Google seine Jobfunktion „Google for Jobs“ in Deutschland ausgerollt. Seitdem ist die Jobsuche als eigene Suchfunktion verfügbar. Jetzt soll es eine ähnliche **Suche für Ausbildungsplätze **geben. Das Feature ist ein Service für Nutzer, die sich für den Arbeitsmarkt qualifizieren wollen. Die Suche schafft Vergleichbarkeit für Ausbildungs- und Qualifizierungsprogramme. Arbeitgeber können durch das Feature ihre Sichtbarkeit im Netz erhöhen. Erscheinen sie im Ranking an vorderster Front, werden sie besser von Kandidaten gefunden.

Noch wird das kostenfreie Feature in den **USA **getestet (Washington, Indiana, Virginia). Ein Rollout für Deutschland ist zu erwarten. Wie sieht die neue Funktion aus? Und wie können Arbeitgeber in der Suche erscheinen?

 

So funktioniert die Suche

Die neue Funktion ist ähnlich wie Google for Jobs. Nutzer geben ihr Stichwort in die Suchmaske ein und erhalten eine Liste mit Programmen in ihrer Nähe. Die Suche listet regionale Angebote in einer Kurzübersicht. Über einen Pfeil lassen sich Details abfrufen. Das Besondere: User erhalten Informationen zum typischen Gehalt im angestrebten Berufsfeld. Regionale Gehaltsunterscheide werden mit einbezogen. Ebenso wie etwaige Kosten für die Ausbildung / Qualifizierung.

Quelle: Google (https://jobs.google.com/pathways/)

In der Detailansicht finden Nutzer eine Jobbeschreibung, z. B. für den Beruf des Elektrikers. Sie erfahren, welche Aufgaben für den Job typisch sind und wie der Ausbildungsweg aussieht. Interessant für Unternehmen: Unten auf der Seite listet Google gematchte Programme und Arbeitgeber. In den charakteristischen Google-Kacheln gibt es einen Link zum Ausbildungsprogramm.

Klickt der User auf den Reiter „Featured Programs“, sieht er passende Ausbildungsoptionen. Die Informationen in der Kurzübersicht:

  • Dauer der Ausbildung / Qualifizierung
  • Ausbildungsgehalt
  • Gehalt nach Abschluss der Ausbildung (durchschnittliches Einstiegsgehalt)
  • ggf. Kosten

Besonders praktisch: Für die schnelle Kontaktaufnahme hat Google einen Link zur Firmenwebsite und einen Call-Button eingefügt.

Öffnet der User die Detailansicht, erhält er Informationen zum angebotenen Programm (z. B. Art der Qualifikation, Akkreditierung, Firmenanschrift).

Aufnahmekriterien für Google Pathways 

Google Pathways können Unternehmen nutzen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • sie bieten ein unbezahltes Programm in Vollzeit von bis zu 2 Jahren, z. B. Zertifizierungsprogramme oder Berufszusatzausbildungen
  • sie bieten bezahlte Programme wie Ausbildungen oder betriebliche Weiterbildungen (Dauer nicht limitiert)
  • das Programm muss für Bewerber mit Schulabschluss zugänglich sein (der angestrebte Beruf erfordert weniger als einen Bachelor-Abschluss)
  • der Abschluss des Programms bereitet Teilnehmer auf einen Beruf vor (keine Vorbereitungskurse o. Ä.)
  • Programme dürfen nicht ausschließlich online stattfinden
  • Programme nehmen Rücksicht auf regionale Arbeitsmarktanforderungen (In-Demand Jobs)
  • auch berufsqualifizierende Programme ohne Abschlusszertifikat/Leistungspunkte sind erlaubt (wichtig ist, dass sie für einen Beruf qualifizieren)

Wie können Unternehmen Google Pathways nutzen? 

Um das Feature nutzen zu können, sind **strukturierte Daten **wichtig. Unternehmen müssen ihre Website vorbereiten, damit sie alle wichtigen Datenfelder bietet. Die Google-Suche nutzt Informationen aus diesen Feldern für das Matching. Dazu gehören z. B. Firmenname, Ausbildungsbezeichnung und die URL der Ausbildungssite.

Google unterscheidet zwischen 2 Qualifizierungsarten, die unterschiedliche Datenfelder erfordern:

  1. Standard educational or training program: Hiermit sind kostenpflichtige oder -freie Qualifizierungsprogramme gemeint, für die Teilnehmer kein Gehalt bekommen (ohne Ausbildungsentgelt). Folgende Angaben sind z. B. erforderlich: Dauer des Programms, Gesamtkosten, Art der Qualifikation und Anzahl der freien Plätze. -> hier finden Sie alle geforderten Daten für Trainingsprogramme.
  2. Work-based programs: Diese Programme dürften der deutschen Ausbildung entsprechen, für die Teilnehmer ein Gehalt bekommen. Google fordert Informationen zu den Rahmendaten der Ausbildung (z. B. Dauer, Gehalt, Anzahl verfügbarer Plätze) sowie eine Tätigkeitsbeschreibung. -> hier sind alle erforderlichen Daten für Worked-based Programme aufgelistet.

Außerdem bietet Google ein Testtool, um die korrekte Auszeichnung strukturierter Daten zu testen. Rich-Suchergebnisse auszuprobieren. Das Tool gibt Auskunft darüber, ob Rich-Suchergebnisse für eine Website generiert werden können.

 

Wie funktioniert die Datenstrukturierung? 

Strukturierte Daten sind eine Wissenschaft für sich. Wer die Basics einmal kennt, ist auf neue** **Features wie Google Pathways oder Google for Jobs vorbereitet. Für Recruiter spielen solche Daten eine erfolgskritische Rolle, um von Bewerbern gefunden zu werden. Einfachstes Beispiel: die Stellenanzeige. Ohne Datenstrukturierung kann eine Stellenanzeige noch so top-gelayoutet sein – sie geht an der Zielgruppe vorbei. Eine Anzeige mit strukturierten Daten erzielt eine deutlich bessere Position im Ranking. Recruiter erhöhen ihre Google-Reichweite und somit ihre Chance auf passende Kandidaten. Soweit so gut. Nur:

  1. Was sind überhaupt strukturierte Daten?
  2. Woher weiß ich, ob meine Stelle strukturierte Daten enthält?
  3. Was genau muss ich tun, um bei Google for Jobs aufzutauchen?

Wer sich diese Fragen stellt, ist in unserem Webinar „Google for Jobs & strukturierte Daten“ genau richtig.

 

Fazit

Mit Google Pathways will Google Nutzer bei der Entscheidung für ihren Berufsweg unterstützen und Transparenz auf dem Ausbildungsmarkt schaffen. Nutzer sollen Ausbildungs- und Qualifizierungsprogramme besser vergleichen können. So bietet Google zum Beispiel Informationen zum typischen Durchschnittsgehalt im Beruf, zur Verfügbarkeit von Ausbildungsplätzen und zu etwaigen Kosten. Für Arbeitgeber ist das Feature eine Möglichkeit, ihr Azubi-Recruiting zu fördern. Wichtig, um im Ranking gefunden zu werden: strukturierte Daten.

Quelle Foto: © utah778 / Adobe Stock

 

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