Digitalisierung in der Zeitarbeit

verfasst von zvoove, 08.05.2019
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Digitalisierung betrifft vor allem Verwaltung und Recruiting

Das Stichwort Digitalisierung taucht beinahe in jedem News Alert auf: Die Medien bemängeln, dass die deutsche Wirtschaft in puncto digitalem Fortschritt anziehen muss. Der Digitalverband Bitkom berichtete, dass nur jedes Vierte Unternehmen in digitale Geschäftsmodelle investiert – allen voran aufgrund mangelnder finanzieller und zeitlicher Ressourcen. Dabei ist die Haltung gegenüber der Digitalisierung vorwiegend positiv: 89 % der Unternehmen sehen laut Bitkom Studie eher Chancen als Risiken. Eine Digitalstrategie haben bereits 4 von 5 Unternehmen erarbeitet. In der Zeitarbeitsbranche sind vor allem Verwaltung und Recruiting ein Thema der fortschreitenden Digitalisierung (PwC-Studie „Zeitarbeitsbranche aktuell – Wachstum und Digitalisierung“): Der Verwaltungsbereich ist bei 78 % der Befragten von der Digitalisierung betroffen, der Recruitingbereich bei 66 %, gefolgt vom Kundenmanagement (34 %) und der Kommunikation (32 %). Eine digitalgestützte Optimierung von Zeitplanung und Abrechnung stehen bei den Befragten oben auf der Agenda. Rund 50 % ihrer Prozesse haben die Unternehmen bereits digitalisiert – erwartet wird ein Anstieg auf 70 % bis 2021. Die Hälfte der Befragten steht der Digitalisierung positiv gegenüber, 40 % nehmen eine neutrale Haltung ein. Produktivität, Flexibilisierung und Kosteneffizienz werden laut Befragung als die größten Chancen der Digitalisierung identifiziert. Durch die Automatisierung lassen sich etwa Personalkosten senken und Mitarbeiter können Prozesse schneller umsetzen. Ein Drittel der Befragten gibt an, durch die Digitalisierung weniger Niederlassungen zu benötigen, 24 % sehen die Chance einer Attraktivitätssteigerung der Zeitarbeit. Als Herausforderung sehen die Unternehmen steigende Kundenansprüche und ein mögliches Ausscheiden von Zeitarbeitsfirmen, die Digitalisierungsprozesse nicht meistern. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung erwarten viele Kunden eine schnelle, flexiblere Kommunikation. Bei der Einführung neuer Systeme stehen Arbeitnehmer vor der Aufgabe, sich neu einzudenken und an die Umstellung zu gewöhnen, etwa durch Schulungen oder Softwaretrainings.

Wachstumserwartungen für 2019 

Die Zahl der Zeitarbeitnehmer ist seit 2013 jährlich leicht angestiegen und auch für 2019 hegt die Branche Wachstumserwartungen: Die PwC-Studie geht von einem Anstieg auf 1.054.000 Zeitarbeitskräfte aus – ein Plus von 31.000 im Vergleich zum Vorjahr. Die Wachstumsrate wird für 2019 als leicht steigend eingeschätzt. Etwa ein Drittel der Befragten erwartet eine Verbesserung der Marge bis 2021. Als Hauptgründe für eine positive Marktentwicklung werden insbesondere ein konjunktureller Aufschwung sowie eine weitere Flexibilisierung von Personalkosten angeführt. Etwa 40 % erwarten eine höhere Akzeptanz des Modells Zeitarbeit. In den Medien gibt es immer wieder Bemühungen, das negative Image der Branche gerade zur rücken, z. B. durch Aufklärung über Fehlüberzeugungen. Noch immer kursiert das Bild, ein Zeitarbeitnehmer verfüge nicht über einen regulären Arbeitsvertrag. Wie jeder Brancheninterne weiß, sind Zeitarbeitskräfte überwiegend in Vollzeit und unbefristet bei einem Verleihunternehmen angestellt. Sie genießen die vertraglichen Rechte eines normalen Arbeitnehmers, zum Beispiel Leistungen der Renten- und Krankenversicherung, der Pflegeversicherung und der Unfallversicherung. Wie andere Arbeitnehmer auch erhalten sie Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall und bezahlten Urlaub. Auch beim Kündigungsschutz sind Leiharbeiter gleichgestellt.

Automatisierung durch Software 

Personaldienstleister und Zeitarbeitsfirmen können ihre Prozesse softwaregestützt optimieren. Eine Zeitarbeitssoftware verfügt je nach Anbieter über verschiedene Module. Unsere Software für Zeitarbeit AÜOffice® ist eine All-in-One Lösung, um Prozesse zu digitalisieren und zu vereinfachen. Die vollumfängliche Branchenlösung bildet alle wichtigen Bereiche digital ab.

  • AÜG-Reform: Office® ermöglicht eine automatisierte Abwicklung von Equal Pay. Der Gesamtlohnvergleich inkl. Ampel-Check zeigt, an welcher Stelle Nachzahlungen fällig werden – die Besitzstandswahrung wird berücksichtig. Wann die Höchstüberlassungsdauer eines Kundeneinsatzes erreicht ist, ermittelt die Software datumsgenau.
  • Mitarbeiter- und Kundenverwaltung: Mitarbeiter- und Kundendaten lassen sich einfach und sicher digital managen. Daten werden an einer Stelle zentral bearbeitet, so dass Mehrfachbearbeitungen entfallen. Die Datensynchronisation ermöglicht eine fehlerfreie Bearbeitung ohne Datendoppelungen. Funktionen wie die automatisierte Abwicklung von Zeit- und Urlaubskonten erleichtern den Arbeitsprozess.
  • **Auftragsverwaltung: **In der Auftragsverwaltung sind Auftragsdaten sofort abrufbar und lassen sich schnell bearbeiten. Für eine optimale Arbeitserleichterung bietet die Software u. a. eine integrierte Auftragskalkulation und Margenberechnung.
  • Disposition: Disponenten stemmen einen hohen Koordinationsaufwand und müssen Aufträge auch bei Auftragsspitzen im Blick behalten. Der Planungsassistent bietet eine tagesaktuelle Übersicht der Aufträge und Einsätze. Disponenten haben Zugriff auf Kunden- und Mitarbeiterdaten, um schnell agieren zu können.
  • **Recruiting: **Die workflowoptimierte E-Recruiting-Lösung vereinfacht die Abstimmungen zwischen Recruitern, Bewerbern und Kunden für schnelle Feedbackzeiten. Bewerbungseingänge lasen sich per Mausklick in den Kandidatenpool übernehmen – dank CV-Parser werden Bewerberdaten automatisch übertragen. Mit der vollumfänglichen Recruiting-Lösung vereinfachen Recruiter alle Arbeitsschritte – von der Erstellung CI-konformer Stellenanzeigen über die Stellenveröffentlichung per Job-Multiposting bis hin zum Profilversand u. v. m.
  • **Personalabrechnung: **Die Software ermöglicht eine vollautomatische Durchführung der Abrechnung mit automatischer Berechnung von SV-Anteilen und Beitragsschätzungen. Lohnrelevante Zeitdaten lassen sich aus der Zeiterfassung übernehmen.
  • Zeiterfassung: Arbeitszeiten werden in Echtzeit per Web und optional per Terminal mittels codiertem Chip erfasst. Die Daten werden unmittelbar an Office® übertragen und lassen sich sicher weiterverarbeiten. Individuelle Auftragskonditionen wie Nacht- und Schichtzulagen können automatisch verrechnet werden.
  • Branchenzuschläge: Mit Office® lassen sich Fristen und Branchenzuschläge vollautomatisiert berechnen. Individuelle Kundenkonditionen, übertarifliche Zulagen oder Unterbrechungsfristen sind eigens konfigurierbar.
  • Sanktionslistenprüfung: Die Software bietet eine vollautomatische Prüfung von Antiterrorlisten der EU und USA: Durch den Abgleich mit den Daten in der Software stellen Arbeitgeber sicher, keine gelisteten Personen zu beschäftigen oder mit ihnen Geschäfte zu machen.
  • Datenschutz: Löschsysteme für personenbezogene Daten (inkl. Sammellöschungen) sowie eine Passwortverschlüsselung für eine sichere Datenübertragung sorgen für eine sichere DSGVO-Compliance.

 

Fazit

Die Digitalisierung bietet viele Chancen, zum Beispiel in puncto Kosteneffizienz, Flexibilisierung oder Produktivitätssteigerung. In der Zeitarbeit sind derzeit besonders Verwaltung und Recruiting von der Digitalisierung betroffen. Zukünftig stehen Zeitplanung und Abrechnung oben auf der Agenda. Mit spezifischen Branchenlösungen (Zeitarbeitssoftware) können Unternehmen aus der Zeitarbeitsbranche ihre Prozesse digital abbilden, (teil)automatisieren und steuern.

Quelle Foto: © BillionPhotos.com / Fotolia

 

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