Digitale Events: Pros und Cons digitaler Veranstaltungen

verfasst von zvoove, 24.03.2021
keyboard_arrow_left Zurück zur Übersicht Was spricht für - und was gegen die Durchführung digitaler Events?

Corona drängt zur Digitalisierung

Corona hat die Eventbranche erfinderisch gemacht. Messen werden in virtuellen Messehallen abgehalten – statt face-to-face Gespräche gibt es Interaktionen per Live-Chat. Weihnachtsmärkte sind in ein digitales Winterwunderland umgezogen und haben ihre Waren ganz ohne Glühweinduft, aber mit digitalem Schnee online angeboten. Die Umstellung auf Digitalevents hat einige Vor- und Nachteile, die wir in den Blick nehmen wollen.

Cons: nicht alle Sinne bedient

Das besondere an Events ist die Atmosphäre. Eine feierliche Beleuchtung taucht die Location in ein besonderes Ambiente. Die Dekoration entführt in eine andere Welt. Selbst das Arrangement der Sitzplätze trägt zum Feeling bei. Die Bestuhlung kann zu Geselligkeit und Gesprächen animieren. Sie kann beeinflussen, ob Menschen sich wohl fühlen und die richtige Perspektive auf eine Bühne erhaschen. Bei Konzerten, im Theater oder bei einer Comedy-Veranstaltung spielen Hall und Akustik eine entscheidende Rolle. Ein Event ist bis ins kleinste Detail durchgeplant, um alle Sinnesmodalitäten anzusprechen. Digital ist der Einbezug der Sinne schwieriger umzusetzen. Die Location kommt weniger zur Geltung. Zuschauer sehen nur einen Teilausschnitt auf ihrem Bildschirm. Die Akustik ist abhängig von der Technik ihrer digital Devices. Gerüche aus der Event-Location dringen nicht durch den Bildschirm. Besonders problematisch ist das für Events, bei denen der olfaktorische Sinn zentral ist, etwa bei Cooking-Events. Selbst im Kino zählt nicht nur der große Bildschirm: Der Geruch von Popcorn und Chips gehört zum Kino-Feeling dazu. Ebenso wie die Raschelgeräusche beim Greifen in die Popcorntüte oder das Lachen der anderen Kinobesuchern.

Cons: keine anderen Menschen

Ein Konzert ist nur halb so schön ohne begeisterte Zuschauer:innen. In einem leeren Event-Saal kommt die Stimmung schlecht rüber. Ein Event lebt von den Stimmungsausdrücken anderer Menschen. Wir erleben eine Art emotionale Ansteckung, wenn wir von einer begeisterten Menschenmenge umgeben sind. Digital lassen sich andere zwar als kleine Kacheln auf den Bildschirm projizieren, aber ihre Emotionen nehmen wir nicht ganzheitlich wahr. Ein Raum voller Menschen lässt uns diese Stimmungen spüren. Wir fühlen uns als ein Teil davon. Per Video ist meist nur der Gesichtsausschnitt sichtbar. Die Körpersprache ist jedoch zentral, um die Signale und Emotionen anderer Menschen zu lesen. Ausdrucksstarke Moderatoren, Sänger oder Schauspieler können Emotionen transportieren. Aber der Verstärkungseffekt durch das Publikum fehlt. Er lässt sich nur oberflächlich reproduzieren durch eingeblendetes Klatschen, Lachen oder andere Emotionsregungen.

Pros: Home Comfort

Es ist beinahe nirgendwo so gemütlich wie zuhause. Menschen fühlen sich im eigenen Zuhause sicher und geboren. Sie können sich fallen lassen und sie selbst sein. Das Event lässt sich bequem vom weichen Sessel aus verfolgen – daneben vielleicht eine Tüte Chips oder andere Leckereien. Das Zuhause bietet Komfort. Allerdings lässt die Serviceleistung zu wünschen übrig: Es fehlen die netten Servicemitarbeiter, die das Getränk mit einem Lächeln an den Tisch bringen. Einige kreative Köpfe aus der Eventbranche haben sich etwas einfallen lassen, um den Service nach Hause zu bringen, z. B. einen Lieferservice für Tasting-Produkte oder Food- & Drink-Utensilien für die Firmenfeier vor dem Bildschirm. Zuschauer lassen sich auch von zuhause aus aktiv einbinden, etwa über Live-Umfragen, Online-Voting oder kleinen Quizrunden.

Pros: Flexibilität & Daten

Der vielleicht größte Vorteil des digitalen Events ist die Flexibilität. Menschen können von überall aus teilnehmen. Egal, ob eine Person 500 km von der Eventlocation entfernt wohnt, sie loggt sich einfach online ein. Das erweitert den Möglichkeitsraum immens. Menschen können an Events teilnehmen, zu denen sie sich wegen der großen Entfernung niemals auf den Weg gemacht hätten. Eine Person aus Wuppertal meldet sich zum Beispiel spontan für ein Event in London an. Das erweitert den kulturellen Rahmen und schafft Raum für neue kulturübergreifende Kontakte. Außerdem zollt die Flexibilität der On-Demand Mentalität. Die einzigen Barrieren sind ggf. sprachliche Hürden und Zeitverschiebung. Für Eventdienstleister gibt es aber einen riesigen Vorteil: Sie können ihren Kundenkreis deutlich erweitern. Ihre Reichweite erfährt einen Push und ihre Target-Group vergrößert sich. Der Nachteil: auch die Konkurrenz wird größer. Die Zielgruppe aus Eimerheide könne plötzlich auch für den Berliner Dienstleister interessant sein. Ein weiterer Vorteil digitaler Events sind die Datenspuren, die sie hinterlassen. Diese lassen sich für ein präzises Zielgruppen-Targeting und eine datengestützte Event-Optimierung nutzen.

Mehr Infos zu zvoove?

Wir versorgen Dich liebend gern mit weiteren Infos. Stelle dazu eine Kontaktanfrage & wir melden uns bei Dir.

Kontaktiere uns

Fazit

Digitale Events haben einige Nachteile gegenüber Live-Veranstaltungen: Sie vermitteln weniger Atmosphäre durch Raumgestaltung und sprechen nicht alle Sinne an. Ein Publikum als Verstärker positiver Stimmung fehlt. Ein großer Vorteil ist jedoch, dass digitale Events flexibel sind und der On-Demand Kultur zollen. Sie erweitern die Reichweite der Eventbranche und schaffen mehr Möglichkeiten. Prinzipiell können sich Menschen aus aller Welt einem Event zuschalten. Sie können es sich zuhause gemütlich machen und im Komfort der eigenen 4 Wände teilnehmen. Die digitalen Daten, die bei** Online-Events** anfallen, lassen sich für eine datengestützte Eventplanung und für das Zielgruppen-Targeting nutzen.

Quelle Foto: © Вадим Пастух/ Adobe Stock

Du besuchst zvoove.com mit dem Internet Explorer

Dieser Browser wird seit 2020 nicht mehr unterstützt. Das bedeutet, dass Dir einige Funktionen von zvoove.com nicht zur Verfügung stehen.

Damit du alle Funtionen von zvoove.com nutzen kannst, empfehlen wir, unsere Webseite mit einem aktuellen Browser wie Microsoft Edge, Mozilla Firefox oder Google Chrome zu besuchen.