Die außergewöhnlichsten Recruitingaktionen - Bewerber viral erreichen

verfasst von zvoove, 17.08.2015
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Drei Best Practice Beispiele viraler Recruiting-Kampagnen

Stellenanzeigen sind meistens teuer. Und manchmal auch nüchtern, sachlich und langweilig. Um auf offene Stellen aufmerksam zu machen, gehen immer mehr Unternehmen außergewöhnliche Wege und betreiben ungewöhnliche Maßnahmen. Dadurch können sie Kosten reduzieren, sich von anderen Arbeitgebern abheben und eine emotionale Bindung zu potentiellen Bewerbern aufbauen. Positiver Nebeneffekt: Bei viralen Verbreitungen profitiert das Unternehmen nicht nur bei Bewerbern, sondern auch bei potentiellen Kunden (Werbewirkung!). Heute zeigen wir Ihnen drei der außergewöhnlichsten Kampagnen, von denen Sie sich inspirieren lassen können: 

 

1. Australischer Softwarehersteller wirbt Talente mit "Europe, we`re coming to steal your geeks"-Kampagne ab

Um Spitzenleute im IT-Bereich zu verpflichten gibt es zwei Alternativen: Talente bereits in der akademischen Ausbildung an sich binden oder später als Fachkräfte von Wettbewerbern abwerben. Der australische Softwarehersteller Atlassian hat mit einer Kampagne aus der Not eine Tugend und damit das Abwerben von Fachkräften salonfähig gemacht. In einer Roadshow, die offen das Motto "Europe, we`re coming to steal your geeks" trägt, tourte das Unternehmen mit einem beschrifteten Bus quer durch Europa. Das Ziel war, IT-Fachkräfte aus Europa nach Australien (Zentrale von Atlassian) "umzusiedeln". 

Die Kampagne wurde über eine eigene Mikrosite promotet, die mit einer viralen Strategie über Social Media Kanäle erfolgreich innerhalb von wenigen Tagen tausendfach weiterverbreitet wurde.

 

2. IKEA punktet mit der "Karriereaufbauanleitung"

4.285 Bewerbungseingänge ohne eine Stellenausschreibung: Manche Sachen polarisieren - unter anderem die Anleitungen und Aufbaubeschreibungen des schwedischen Möbelriesen IKEA. Wer hat nicht schon mal ein Möbelstück von IKEA zusammengebaut und beim letzten Arbeitsschritt festgestellt, dass beim ersten Schritt ein Bauteil falsch montiert wurde. Meistens liegt der Fehler beim Anwender. Manchmal aber auch an einer optimierungsfähigen Anleitung (nicht umsonst kennen Marketingfachleute die sog. „IKEA“-Klausel). Egal ob der Kunde die Anleitung nutzt oder nicht - beim Öffnen der Verpackung hat jeder Kunde zumindest einmal Kontakt zu der beigepackten Anleitung. Genau das hat IKEA bei der Eröffnung eines neuen Store in Tempe für sich genutzt - und damit über 4.200 Bewerbungen erzielt, ohne jemals eine einzige Stelle offiziell auszuschreiben. Neben der Aufbauanleitung, wurden den meist verkauften Produkten in den Nachbarfilialen auch eine "Aufbauanleitung für die eigene Karriere" beigelegt, die auf die offenen Stellen in der neuen Filiale hinwies. Die "Karriereaufbauanleitung" war von der Gestaltung an die Produktbeschreibung angelehnt und konnte durch den gezielten Einsatz der bekannten Piktogramme und sympathischen Figuren schnell bei potentiellen Bewerbern punkten. Ergebnis der Aktion lt. IKEA: - Keine Kosten für Stellenausschreibungen in externen Medien - 4.285 qualitative Bewerbungen - 280 Neueinstellungen. Hier sehen Sie das Video.

 

3. Die "What's your limit?"-Kampagne der Royal Marines

**Hohe Anforderungen für sich nutzen: **Auch Eliteorganisationen haben Nachwuchsprobleme. Häufig jedoch sind nicht die Bewerberzahlen das Hauptproblem, sondern die Bewerberqualität. Die Royal Marines haben Ihre hohen Anforderungen an Bewerber als Motto einer Employer-Branding-Kampagne sinnvoll genutzt und damit bis heute fast eine halbe Millionen Kontakte (Views) generiert. Wie viele neue Marines aus der Kampagne hervorgingen, ist unbekannt. Offensichtlich ist hingegen, dass die Kampagne eine hohe Verbreitung erzielte - und dabei genau die Menschen für eine Bewerbung angesprochen hat, die besonders außergewöhnliche körperliche Leistungen erbringen können. Schauen Sie sich die Recruiting-Kampagne "What´s your limit?" im Video an.

 

Fazit

Die oben genannten Aktionen zeigen, dass sich nicht nur Marketeers mit außergewöhnlichen Aktionen und Kampagnen beschäftigen sollten, sondern auch Recruiter. Der Mut, anders zu sein, kann sich auszahlen.

 

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