Corporate Blog: Bewerber-Magnet & Wettbewerbsvorteil

verfasst von zvoove, 24.07.2019
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Was ist ein Corporate Blog?

Der Corporate Blog ist ein Marketing-Instrument von Unternehmen, um potenzielle Kunden anzusprechen, an die Marke zu binden und das Arbeitgeberimage zu stärken. Die Inhalte des Unternehmensblogs richten sich immer nach den Interessen der Zielgruppe, die die Beiträge bewerten und kommentieren können. Auf diese Weise entsteht eine persönlichere Art der Interaktion zwischen Unternehmen und Leserschaft, weil häufig nur eine oder wenige Personen für den Blog verantwortlich sind. Da auf offiziellen Firmenwebsites die seriöse Präsentation im Vordergrund steht, gibt es je nach Branche oft wenig kreativen Spielraum oder Platz für unterhaltsame/gewagte Inhalte. Die sind zwar einerseits auf Facebook, Instagram etc. ausgelagert – jedoch sehr kleinteilig. 

Der Corporate Blog ermöglicht diese vertrauliche Ansprache wesentlich umfangreicher und ist ganz nebenbei eine gute Plattform, um branchenspezifische **Keywords **wieder und wieder einzustreuen, sodass die Auffindbarkeit bei Google davon profitiert. Ein Corporate Blog ist allerdings personalintensiv und es dauert gewisse Zeit, bis die Leserschaft die Inhalte zur Kenntnis und als relevant wahrnimmt. Hat sich der Unternehmensblog aber erst einmal etabliert, ist er ein extrem effizientes Marketing-Werkzeug, das Kunden über einen langen Zeitraum eng an die Arbeitgebermarke bindet. Je lesenswerter der Content ist, desto besser stehen außerdem die Chancen für Linkbaiting und weitere Content-Marketing-Aktivitäten.

 

Die Bedeutung von Corporate Blogs

Facebook, Instagram & Co.: Fast jedes Unternehmen setzt in Sachen Kunden-Kommunikation auf soziale Netzwerke. Kein Wunder, laut einer ARD-ZDF-Onlinestudie nutzten 2018 rund 31% der Deutschen Facebook. Unter den 20 bis 29-Jährigen waren es sogar 63%. Das große Manko dabei sind die undurchsichtigen Algorithmen: Reichweite und Interaktion zahlen Firmen mit ihrer Unabhängigkeit. Beim Corporate Blog ist das nicht der Fall – hier hat die Firma Hausrecht, erhält nützliche KPIs und kann transparent überblicken, was wie und warum ankommt. Und noch ein weiterer Freiraum macht den Blog so attraktiv: 

Er steckt in keinem Social-Media-typischen Korsett, das Inhalte auf 280 Zeichen limitiert (Twitter) oder bestimmte Bildgrößen und Videoformate (Facebook) vorschreibt. Es bietet sich deshalb ideal an, das Interesse der Leserschaft mit kurzen Botschaften via Facebook zu wecken und sie dann zum Blog zu leiten. Hier haben Unternehmen dann die wunderbare Möglichkeit, ihre Geschichte mit spannendem Storytelling zu erzählen und Kundenbeziehungen gezielt auszubauen. Hochwertige, spezifische Inhalte schaffen und untermauern die **Glaubwürdigkeit der Marke **und helfen Firmen dabei, eine Expertenrolle einzunehmen - ein absoluter Auftrieb für die Employer-Brand. Ein weiterer Pluspunkt: Der Blog als Testballon. In der Regel kümmert sich eine begrenzte Personenzahl um den Blog, die auch namentlich genannt wird - das Unternehmen kann sich also von Themen distanzieren, die nicht gut ankommen. So wird das Arbeitgeberimage bei schlechtem Leserfeedback nicht direkt beschädigt. Andersherum lassen sich positiv aufgenommene Inhalte weiterspinnen und gegebenenfalls für weitere Marketing-Aktivitäten nutzen.

Tipps für einen erfolgreichen Corporate Blog

Content-Strategie

Um florierenden Blog-Traffic und eine Experten-Positionierung zu erreichen, sollten Sie vorab eine Content-Strategie definieren – stellen Sie sich dafür folgende Fragen:

  • Wer ist die Zielgruppe?
  • Welche **Inhalte **interessieren diese Zielgruppe/bieten ihr einen echten Mehrwert?
  • Themenanalyse: Welche unternehmensnahen Inhalte lassen sich redaktionell gut aufbereiten?
  • Was macht wann Sinn? Aus der Themenanalyse lässt sich ein Redaktionsplan ableiten – planen Sie unbedingt mindestens drei Monate im Voraus. (Auf tagesaktuelles Geschehen kann natürlich trotzdem jederzeit flexibel reagiert werden.)

Kommunikationsstrategie

Nachdem geklärt ist, welche Zielgruppe Sie ansprechen möchten, prüfen Sie jetzt das „Wie

  • Welche Botschaften soll der Blog vermitteln?
  • Welche Tonalität herrscht vor? In welchem Stil erfolgt die Leseransprache („Du“/“Sie“). Diesen Punkt sollten Sie immer unter Bezugnahme der Unternehmenskultur ermitteln.
  • Welche Ziele sollen erreicht werden?
  • Stimmen Sie die Inhalte mit den Unternehmens- bzw. Kommunikationszielen ab

Unique Content/SEO

Tausendfach besprochene Inhalte zu ein und demselben Thema sind uninteressant für Leser. Vor allem schlecht verfasste Beiträge im Copy & Paste Stil bieten keinen Mehrwert – und Google straft sie im Ranking knallhart ab. Lesenswerte und einzigartige Inhalte belohnt der Suchmaschinengigant dagegen. Schaffen Sie relevante Beiträge – das wirkt sich langfristig positiv auf die organischen Suchergebnisse aus.

In Sachen Suchmaschinenoptimierung sollten passende Keywords und SEO-Plug-Ins zum Einsatz kommen. Auch der Artikel-Aufbau – mit Zwischenüberschriften, Bildbeschreibungen, Links etc. – ist ein sinnvolles SEO-Tool.

Monitoring

Mit Tools wie Google Analytics können Sie die Performance Ihres Blogs regelmäßig überprüfen und sollten folgende Kennzahlen erheben:

  • Welche Beiträge kamen gut an/welche nicht?
  • Steigt/stagniert die Leserzahl?
  • Wie hoch ist die Absprungrate/Verweildauer?

Corporate Blog im Personalmarketing

Egal ob ein potenzieller Bewerber Ihr Unternehmen bereits kennt oder nicht: Arbeitgeber müssen im Netz auffindbar sein. Interessierte Kandidaten suchen garantiert online nach Informationen - und freuen sich über einen spannenden Themenmix aus Ihrem Blog. Und auch „schlummernde“ Kandidaten stolpern mit höherer Wahrscheinlichkeit über Ihre Website, wenn diese durch hochwertige Inhalte ein gutes Google-Ranking erzielt. Der Corporate Blog ist das perfekte Instrument dafür. Gut strukturierte Artikel, die SEO-freundlich geschrieben sind und einen Mehrwert bieten, rücken Ihre Arbeitgebermarke in den Fokus von (potenziellen) Bewerbern. Wenn Sie als Unternehmen dank Ihres Mehrwerts gefunden werden, ist das gleichzeitig ein starkes Argument, das Kandidaten von Ihrer Arbeitgebermarke überzeugt.

Employer Branding: Der Corporate Blog schärft mit wiederholten Beiträgen über den Unternehmensalltag, zur Kultur und Produkten/Dienstleistungen das Bild der Arbeitgebermarke. So erhalten potenzielle Bewerber über den Blog einen vollumfänglichen (ersten) Eindruck der Firma.

**Glaubwürdigkeit: **Sobald Sie sich mithilfe fundierter Beitrage einen Experten-Status erarbeitet haben, stärkt das Ihre Glaubwürdigkeit auf dem Markt. Bewerber, die in Ihrem Corporate Blog auf relevanten Beiträge stoßen, erhalten auf diese Weise einen professionellen Eindruck. Falls Sie Mitarbeiter als Markenbotschafter einsetzen, vermitteln auch die einen authentisches Bild des Unternehmens, das interessierte Kandidaten bestenfalls in Bewerber umwandelt.

**Mitarbeiterbindung: **Wenn Sie in Ihrem Blog regelmäßig die positiven Eigenschaften und Stärken des Unternehmens herausarbeiten, beeinflusst das die Mitarbeiterbindung positiv.

 

Fazit

Der Corporate Blog ist ein effizientes Kommunikationsinstrument, um mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten. Er soll (potenziellen) Kunden/Bewerbern das Unternehmen möglichst schmackhaft machen – und die Employer Brand stärken. Im Kampf um Talente ist der Blog ein sinnvolles Marketing-Tool, um in den Fokus von Kandidaten zu rücken. Gut aufbereitete, suchmaschinenoptimierte Beiträge ziehen bestenfalls eine gute Sichtbarkeit auf Google nach sich – d.h. Sie werden von Bewerbern gefunden. Zusätzlich schärft ein gut gepflegter Blog Ihr Arbeitgeberprofil, schafft echten Mehrwert, untermauert Ihre Professionalität und gibt interessierten Talenten authentische Einblicke in den Unternehmensalltag.

Quelle Foto: © maxxasatori / Fotolia

 

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