Content-Marketing in der Zeitarbeit

verfasst von zvoove, 26.06.2019
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Content richtig vermarkten

Content-Marketing bietet Unternehmen Chancen, ihre Zielgruppe zu erreichen und ihr Markenimage aufzupolieren. Aggressive Werbebotschaften gehen häufig am Nutzer vorbei. Dass ein Drittel der Nutzer mit steigender Tendenz Ad-Blocker installieren (statista), ist ein Signal für die zunehmende Werbemüdigkeit. Das Content-Marketing versucht User mit nützlichen Inhalten zu binden: Nutz- und Mehrwert stehen im Vordergrund. 

Statt statische Werbebotschaften erhalten Nutzer relevante Inhalte – oft ein Mix aus Information und Entertainment. Der Dialog mit Usern ist gewünscht. Diese können mittels User-Generated Content (UGC) als Markenbotschafter agieren, etwa durch Erfahrungsberichte, Rezensionen oder Social-Media-Postings. Über crossmediale Inhalte treten Unternehmen mit Usern in Kontakt und können ihre Markenbotschaften und Nutzenversprechen in den Content einbinden. Content-Marketing ist nicht nur Instrument im klassischen B2C-Bereich. **Personaldienstleister und Zeitarbeitsunternehmen **können sich durch eine Content-Strategie in der Cross-Channel-Kommunikation als Experten oder Berater positionieren, die Nutzern **Kommunikation auf Augenhöhe **anbieten. Dabei können Text, Video, Fotos und andere Content-Formen genutzt werden.

Die Content-Strategie

Die Basis eines langfristig erfolgreichen Content-Marketings ist die Strategie: Diese legt konkrete, quantitative und qualitative Ziele fest, z. B. Vertrauensbildung, Verbesserung des Images und der Glaubwürdigkeit, Bekanntheitssteigerung, bessere Content-Reichweite und Suchmaschinenoptimierung (SEO). Insbesondere im Bereich Image, Vertrauensbildung und Glaubwürdigkeit** **können Zeitarbeitsfirmen punkten: Informationen zum Modell Zeitarbeit räumen mit vorherrschenden Mythen auf, etwa dass es sich bei der Zeitarbeit um ein befristetes Arbeitsverhältnis ohne Festanstellung handelt. Erfahrungsberichte von Mitarbeitern in Blogbeiträgen, Videos etc. bieten einen direkten Bezug zum Arbeitsgeschehen in der Zeitarbeit. Stimmen eigener oder ehemaliger Mitarbeiter vermitteln Authentizität. Gegenüber potenziellen Bewerbern positionieren sich Unternehmen als ansprechbar und interessiert am Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter. 

Für Bewerber, Mitarbeiter und Kunden sind sie über ihren Content besser auffindbar: Die richtigen Keywords, relevante Inhalte, mediale Vielfalt (z. B. Einbindung von Videos) und Interaktionen mit dem Content werden SEO-technisch belohnt. Dadurch wird das Unternehmen für potenzielle Kunden und Bewerber besser auffindbar. Die jeweiligen Zielgruppen werden in der Strategie genau definiert, meist mittels Personas bzw. fiktiver Zielpersonenprofile – hierzu mehr in unserem Blogbeitrag zum Thema. Dies dient dazu, Inhalte besser auf die Zielgruppe zuzuschneiden und anstatt nur auf Quantität zu setzen, sich durch Qualität und Passgenauigkeit auszuzeichnen. Zur Durchsetzung der Strategie werden Prozessabläufe und Kompetenzen definiert, um die Content-Planung, Veröffentlichung und Monitoring regelmäßig zu gewährleisten. 

Je nach Zielen und Zielgruppen definiert das Unternehmen den passenden Content-Marketing-Mix: Dieser kann sehr vielfältig sein: Social Media, die Unternehmenswebsite, Videos, Blogs, Whitepaper, Podcasts, Apps, Newsletter, Print- oder Online-Magazine sind nur einige der möglichen Kanäle und Formate. 

 

Ziele im Content-Marketing 

  • Kundengewinnung: Über Inhalte, die für Kunden interessant sind, positionieren sich Personaldienstleister als seriöse, informierte Branchenexperten. Durch reichweitenstarken Content, der Kunden einen Mehrwert bietet (z. B. Case Studies, Webinare, Whitepaper), können sie ihre Bekanntheit erhöhen und die Auffindbarkeit im Netz steigern. Bei der Contenterstellung ist es hilfreich, sich in die Position eines (potenziellen) Kunden hineinzuversetzen – auch hier können Personas nützlich sein. Welche Inhalte, Branchennews, Rekrutierungsthemen etc. sind für den Zielkunden relevant? Welche Fragen könnte der Kunde haben? Zusätzlich kann die Online-Präsenz durch Inhalte ergänzt werden, die das eigene Unternehmen als attraktiven Partner darstellen: Welche Werte verfolgt das Unternehmen – insbesondere im Umgang mit Kunden? Wie sieht die Zusammenarbeit exemplarisch aus? Welche Referenzen lassen sich vorweisen? Und vor allem: Wie lässt sich das Unternehmen schnell kontaktieren?
  • Kundenbindung: Unternehmen können ihre Online-Kanäle nutzen, um Kunden eine schnelle und einfache Interaktions- und Kontaktmöglichkeit zu bieten. Dazu bieten sich zum Beispiel Social-Media-Kanäle an (z. B. Twitter Support) – dafür sind entsprechende Ressourcen einzuplanen. Unternehmen können ihren Kunden außerdem regelmäßig einzigartige Inhalte zur Verfügung stellen, z. B. durch E-Mail Marketing/Newsletter.
  • Employer Branding: Über ihre Online-Kanäle können Zeitarbeitsunternehmen potenziellen Mitarbeitern Inhalte mit Mehr- und Nutzwert bieten, zum Beispiel durch Videos, Erfolgsgeschichten, hilfreiche Tipps zum Thema Bewerbung und Karriere, Veranstaltungshinweise (Karrieremessen, Beratungsangebote...) etc. Foto- und Videoplattformen ermöglichen einen Einblick hinter die Kulisse des Unternehmens. Per Online Active Sourcing können Unternehmen proaktiv nach potenziellen Mitarbeitern suchen. Social-Media-Profile, Suchverhalten und andere Informationen geben Auskunft über die Person und ihre Interessen. Als strategische Maßnahme kann Social Media Recruiting den Aufbau eines Talentpools unterstützen.
  • Mitarbeiterbindung: Ein gelungener Online-Arbeitgeberauftritt kann die Mitarbeiterbindung verstärken. Eine authentische Arbeitgebermarke und attraktive Online-Präsenz bieten Mitarbeitern positive Identifikationsmöglichkeiten mit ihrem Arbeitgeber. Einige Unternehmen pflegen zum Beispiel einen Mitarbeiterblog, in dem Mitarbeiter über spannende oder positive Ereignisse in ihrem Arbeitsalltag berichten. Gut gemachte Beiträge lassen die Mitarbeiter als authentische Unternehmensbotschafter auftreten, um positive Ausstrahlungseffekte auf die Arbeitgebermarke zu generieren.

Social Media 

Die sozialen Medien sind im Content-Marketing vielfältig einsetzbar – auch über die Distribution von Inhalten hinaus. Es empfiehlt sich, vorab eine Social Media Strategie zu erstellen, um Ziele und Controlling-Instrumente festzulegen: Welche Ziele sollen in der Planungsperiode erreicht werden? Wie lassen sie sich messen? Als erster Schritt bietet es sich an, die Ist-Situation zu skizzieren (z. B. mittels SWOT-Analyse) und diese der Soll-Situation gegenüber zu stellen. Fundiert wird die Analyse durch Beobachtung von Markt- und Wettbewerbern, hilfreich sind bspw. Best-Practice Beispiele. Anschließend folgt eine Definition der Zielgruppen, um diese zielgruppengerecht anzusprechen. Erst dann erfolgt die Planung von Maßnahmen, z. B. der Social-Media-Aktivitäten für die jeweiligen Kanäle und die Erstellung eines Redaktionsplans. Mittels Monitoring und konkreter Kennzahlen lässt sich die Zielerreichung überprüfen. Hier Wir empfehlen dazu auch unseren Blogbeitrag zur Erstellung einer Social-Media Strategie in 5 Schritten. Und für noch mehr Lektüre haben wir Tipps für die Karriereseite zusammengestellt.

Fazit

Eine fundierte Content-Marketing Strategie zahlt auf die Unternehmensziele ein, zum Beispiel durch Kunden- und Mitarbeitergewinnung und -bindung. Entscheidend ist, dass Unternehmen ihren Usern einen Nutz- und Mehrwert bieten anstatt sie nur mit Werbebotschaften zu bombardieren. Für eine zielgruppengerechte Ansprache und Auswahl des Content-Marketing-Mix ist die strategische Definition der Ziele, Zielgruppen und Maßnahmen wichtig.

Quelle Foto: © Konstantin Yuganov / Fotolia

 

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