Strategien zur Bewerberansprache: Active Sourcing

verfasst von zvoove, 28.08.2019
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Was ist Active Sourcing?

Qualifizierte neue Mitarbeiter sind im Recruiting-Dschungel DIE aussterbende Art und Personaler greifen zu immer ausgefalleneren Mitteln, um trotzdem hin und wieder einen guten Fang zu machen. Aber wie das mit seltenen Arten so ist: Ohne Lockmittel gehen sie nicht ins Netz. Und warum sollten sie auch? Schließlich fühlen sie sich wohl in ihrem natürlichen Umfeld. Und bei Top-Talenten ist das in der Regel ein Fulltime-Job bei der Konkurrenz. Jetzt heißt es auftrumpfen. Passive Kandidaten – also solche, die eigentlich nicht auf der Suche nach einem (neuen) Job sind - müssen:

  • wissen, dass Ihr Unternehmen existiert
  • erfahren, dass Sie die absolut tollste Firma der Welt sind
  • verstehen, dass ein Job bei Ihnen viele tolle Mehrwerte bietet

und mit diesem Background aktiv angesprochen werden. Im Idealfall erwägt Ihr Traumkandidat anschließend völlig begeistert einen Jobwechsel. Die besondere Herausforderung dabei ist, dass all das passieren muss, ohne dass das Talent bewusst nach Ihrem Unternehmen sucht. In unserem detaillierten Guide erfahren Sie alles zum Thema Active Sourcing.

Arten des Active Sourcing

Beim Active Sourcing suchen und** identifizieren Sie vielversprechende Kandidaten** und machen den ersten Schritt auf sie zu. Kritiker werfen dieser Art der Personalbeschaffung deshalb vor, dass sie ein mühseliger Zeitfresser ist. Doch es lohnt sich. Denn es dauert mindestens genauso viel Zeit, sich durch einen Pool an aktiv eingegangenen Bewerbungen zu wühlen – wenn denn überhaupt welche kommen. Das Active Sourcing überzeugt durch bereits im Voraus gefilterte, qualifizierte Kandidaten und das wiederum erhöht die Chance auf das wünschenswerte PerfectMatch.

Passive Kandidaten richtig ansprechen

  • Digital Body Language: Funktioniert wie ein Social-Account-Profiling. Checken Sie, wie ein User Profile ausfüllt, sich online verhält. Dieses Wissen ist die Basis für eine individuelle Ansprache
  • Oberste Prämisse bei der Ansprache ist immer „kurz und knapp“
  • Auf Hobbys/Talente/Skills eingehen, um Ansprache möglichst persönlich zu gestalten
  • Mehrwerte klar vermitteln: Kürzerer Arbeitsweg, Aufstieg, mehr Kompetenzen, Work-Life-Balance-Angebote, Einkommen etc.
  • Studien besagen, dass 35% der Empfänger nach dem Überfliegen des Betreffs entscheiden, ob sie eine Mail lesen. 69% entscheiden anhand des Betreffs, ob es Spam ist oder nicht. Formulieren Sie diesen entsprechend aussagekräftig
  • Weiche Faktoren in den Fokus rücken. Denn: Im Gegensatz zu aktiven Kandidaten haben passive kein ausgeprägtes Bedürfnis nach einem neuen Job. Deswegen spielen weiche Faktoren (Entwicklungsmöglichkeiten, kein Dresscode, Firmenevents etc.) neben fachlichen Skills eine große Rolle. 
  • So viele konkrete Bezüge zwischen eigenem Unternehmen und passivem Kandidaten wie möglich herstellen
  • **Ich-Botschaften **vermeiden
  • Nicht mehrere Mitarbeiter aus demselben Unternehmen ansprechen

Softwaregestütztes Active Sourcing

Professionelle Sourcer arbeiten mit übersichtlichen HR-Systemen, die mit praktischen Active-Sourcing-Features die Ansprache passiver Kandidaten erleichtern. Mit prosoftrecruiting© können Sie z.B. ganz einfach XING-Profile per Mausklick importieren – und sparen sich das manuelle Abtippen der wertvollen Daten. Das smarte Plug-in sorgt dafür, dass Sie sich einfach in Ihren XING-Account einloggen, ein interessantes Kandidatenprofil öffnen und auf „importieren“ klicken. Anschließend überträgt die Schnittstelle alle relevanten Infos automatisch in prosoftrecruiting©. Auf XING tummeln sich über 13 Millionen Nutzer, weshalb die Jobbörse eine absolute Goldgrube ist. Die Plattform selbst fordert seine User immer wieder dazu auf, ihre Profile zu vervollständigen, sodass Recruiter wertvolle Informationen sammeln und passende Nutzer auswählen können, um diese aktiv anzusprechen.

 

Fazit

Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt hat einen Rollenwechsel heraufbeschworen: Mittlerweile sind nicht mehr die Bewerber Bittsteller, sondern Unternehmen. Der akute Personalmangel zwingt Recruiter zu besonderen Maßnahmen, wie dem Active Sourcing. Die meisten Talente stecken längst in Jobs und es braucht starke Argumente, um sie von einem Wechsel zu überzeugen. Um gezielt und persönlich vorzugehen, ist die vorausgehende Analyse der potenziellen Kandidaten zwingend nötig. Social Media Profile bei den großen Jobportalen schaffen die nötige Transparenz, um wertvolle Informationen zu sammeln und schlummernde Talente zu überzeugen. Außerdem bieten Facebook & Co. vielversprechende Targeting-Möglichkeiten, um Jobanzeigen in den Fokus potenzieller Bewerber zu rücken.

Quelle Foto: © adragan / Fotolia

 

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