BAP Job-Navigator: Wie Arbeitgeber passende Bewerber finden

verfasst von zvoove, 17.11.2021
keyboard_arrow_left Zurück zur Übersicht Bewerber schaut am Laptop Jobbörse an | zvoove

98 % der Stellen online ausgeschrieben

Unternehmen schreiben wieder mehr Stellenanzeigen aus. Nachdem viele Mitarbeiter Kurzarbeit in Anspruch nehmen oder um ihre Stelle bangen mussten, geht es am Arbeitsmarkt aufwärts. Die Arbeitslosenzahlen sind im Spätsommer gesunken, die Nachfrage nach Recruitern ist gestiegen. Sprich: Mehr Unternehmen setzen Profis ein, um ihre Stellen zu besetzen.
Die meisten Unternehmen rekrutieren neue Mitarbeiter online. Der BAP Job-Navigator hat ergeben, dass Unternehmen im August rund 1,6 Millionen Stellen ausgeschrieben haben – davon 98 % über Online-Stellenbörsen. Besonders gern werden Marketing-Fachkräfte online gesucht: Zwei Drittel der analysierten Stellenanzeigen in klassischen oder spezialisierten Stellenbörsen richten sich an diese Zielgruppe. Ähnlich stark vertreten sind Stellenanzeigen für Unternehmensführung und Management sowie Consulting.

Die richtigen Job-Portale finden

Unterschiedliche Job-Portale ziehen unterschiedliche Kandidaten an. Meist sind sie spezialisiert, etwa auf Fach- und Führungskräfte aus bestimmten Branchen. StepStone zum Beispiel gehört zu den Generalisten unter den Jobportalen – mit einem Fokus auf Fach- und Führungskräften. Jobsuchmaschinen wie indeed tragen Stellenanzeigen aus dem Internet zusammen und verfügen über einen besonders großen Fundus. Daneben gibt es spezialisierte Stellenbörsen wie Zeitarbeit-Job-Netzwerk für Stellen in der Zeitarbeit oder Hotelcareer für Hotellerie, Gastronomie und Touristik.
Ein Aufwärtstrend zeigt sich derzeit vor allem für Stellenanzeigen in Karrierenetzwerken wie XING und LinkedIn: Immer mehr Arbeitgeber nutzen die Business-Plattformen. Im August wurden fast 50.000 Stellen auf XING und LinkedIn veröffentlicht – das sind etwa ein Drittel mehr als im Vorjahr.

Wo suchen Arbeitgeber nach Bewerbern?

Zahlen aus dem BAP Job-Navigator geben Aufschluss darüber, wo Arbeitgeber nach qualifizierten Mitarbeitern suchen. Karrierenetzwerke wie XING und LinkedIn sind besonders beliebt für die Suche nach Fachkräften aus den Bereichen Consulting, IT und Marketing.
Arbeitgeber, die Personal im Bereich Handwerk und Bauwesen suchen, nutzen verstärkt die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Hier finden sich vor allem Stellen für Handwerker, technische Fachkräfte und Arbeitskräfte aus dem Bereich Transport, Verkehr, Lager und Logistik. Weniger Ausschreibungen gibt es hingegen für Fachkräfte aus IT, Consulting und Marketing.

Hohe Reichweite durch Job-Multiposting

Der Vorteil der Online-Stellenbörsen liegt auf der Hand: Unternehmen können mit ihrer Stellenanzeige eine hohe Reichweite erzielen. Die meisten Unternehmen nutzen mehrere Online-Kanäle, um ihre Stellenanzeige an die Zielgruppe zu bringen. Statt alle Anzeigen manuell zu veröffentlichen, greifen viele Recruiter auf Multiposting-Tools zurück.
Job-Multiposting oder Multi-Channel-Posting (MCP) macht es möglich, die Stellenanzeige mit wenigen Mausklicks in mehreren Stellenportalen gleichzeitig zu veröffentlichen. Unternehmen erstellen ihre Stellenanzeige im eigenen CI in ihrem Bewerbermanagement-System und streuen diese auf den gewünschten Portalen. Das Problem bei Online-Anzeigen: Es gibt eine Menge Konkurrenz. Daher sind KPIs und SEO unerlässlich, um zielsicher die richtigen Kanäle auszuwählen.

KPIs für nachhaltige Erfolge

Auswertungen helfen dabei, erfolgsversprechende Kanäle für das MCP auszuwählen. Mithilfe von Kennzahlen können Nutzer von Bewerbermanagement-Systemen wichtige Entscheidungsparameter im Blick behalten. Sie können zum Beispiel nachverfolgen, welche Kanäle die meisten Bewerber oder die meisten erfolgreich eingestellten Mitarbeiter liefern. Anhand der Kennzahlen lassen sich diejenigen Kanäle auswählen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich sind.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, direkt erfolgsbasierte Performance-Kampagnen mit CPC-Anzeigen zu buchen. Sprich: Unternehmen zahlen nur für messbare Ergebnisse.

HR-SEO: Suchmaschinen-Ranking steigern

Seit dem Rollout von Google for Jobs, spielt der Suchmaschinengigant Google eine größere Rolle in der Recruiting-Welt. Damit die Stellenanzeige von Kandidaten gefunden wird bzw. oben im Ranking auftaucht, ist ein SEO-Feinschliff sinnvoll.
Mehr zum Thema HR-SEO liest Du in unserem Whitepaper: SEO für Recruiter. Hier erfährst Du, wie Du Suchmaschinenoptimierung einsetzt, um es in die oberen Suchergebnisse zu schaffen und von Top-Kandidaten gefunden zu werden.

Bewerber erreicht – was nun?

Die Stellenanzeige wurde geklickt? Damit ist der 1. Schritt getan. Im Bewerbungsprozess zählen allerdings alle Touch Points der Candidate Journey. Der nächste Schritt besteht darin, Deine Kandidaten mit der Stellenanzeige zu überzeugen und zu einer Bewerbung zu bewegen. Die Bewerbung sollte möglichst einfach sein – oft ist ein zu umständlicher Bewerbungsprozess eine Hürde, an der viele Kandidaten abspringen.
Am einfachsten ist es für Deine Bewerber, wenn sie ihren CV hochladen können und die Daten automatisch ausgelesen werden. Ein CV-Parser z. B. überträgt die CV-Daten automatisch in die Bewerbermaske – fertig. Ein Klick und die Bewerbung ist abgeschickt. Recruiter können die Daten dann einfach auslesen und in Kandidatenprofile übertragen lassen. Eine Recruiting-Software bietet viele Möglichkeiten, den Bewerbungsprozess für Recruiter und Bewerber zu erleichtern.
Mit einem flexiblen bedarfsorientierten Bewerbermanagement-System können sich Unternehmen ihr Bewerbermanagement so zusammenstellen, dass es alle Touch Points der Candidate Experience nach eigener Gewichtung abdeckt. Sie wählen die Features aus, die ihren Bewerbungsprozess erfolgreich machen. Mehr zum Thema flexible End-to-End Prozesse findest Du in unserem Blog: Zukunftssicher mit End-to-End-Prozessen: Warum zvoove Dein starker Partner in Sachen Digitalisierung ist.

Fazit

Online-Stellenbörsen spielen eine zentrale Rolle im Recruiting. Laut BAP Job-Navigator werden etwa 98 % der Stellenanzeigen online veröffentlicht. Welche Stellenportale Recruiter wählen hängt u. a. von der Zielgruppe ab. Eine sinnvolle Möglichkeit, die Reichweite zielgerichtet zu steigern, ist die Kombination aus Multiposting, KPI-Analyse und HR-SEO. Außerdem lassen sich erfolgsbasierte Performance-Kampagnen nutzen. Die Veröffentlichung der Stellenanzeige ist jedoch erst der 1. Schritt – mindestens genauso wichtig sind die folgenden Touchpoints der Candidate Journey. Mit einem bedarfsorientierten Bewerbermanagement-System stellen sich Recruiter ihre Funktionen so zusammen, dass sie die Candidate Journey nach eigenem Bedarf abdecken.

Quelle Foto: © Andrey Popov / Adobe Stock

Du besuchst zvoove.com mit dem Internet Explorer

Dieser Browser wird seit 2020 nicht mehr unterstützt. Das bedeutet, dass Dir einige Funktionen von zvoove.com nicht zur Verfügung stehen.

Damit du alle Funtionen von zvoove.com nutzen kannst, empfehlen wir, unsere Webseite mit einem aktuellen Browser wie Microsoft Edge, Mozilla Firefox oder Google Chrome zu besuchen.